Mikrobiome für die weltweite Forschung: Leibniz-Institut DSMZ erweitert Produktspektrum
Definierte mikrobielle Gemeinschaften aus drei Mikrobiomen jetzt verfügbar
Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und
Zellkulturen GmbH aus Braunschweig hat sein Portfolio um repräsentative
Gemeinschaften verschiedener Mikrobiome erweitert. Diese stehen
Forschenden weltweit ab sofort über die Website des Instituts zur
Verfügung.
Mikrobiome von Maus, Mais und Süßgras
Hervorzuheben sind dabei drei definierte mikrobielle Gemeinschaften aus
den Mikrobiomen von Maus, Mais und einem Süßgras. Diese speziellen
Produkte umfassen eine Auswahl von Bakterien aus dem jeweiligen Mikrobiom,
die als Paket erworben werden können und somit vergleichbare Studien
ermöglichen. Bisher standen die Bakterien eines Mikrobioms nur als
Einzelprodukte zur Verfügung. Neben diesen ausgewählten Gemeinschaften
stellt das Leibniz-Institut DSMZ auch eine große Auswahl entsprechender
Vertreter weiterer Mikrobiome, beispielsweise aus dem menschlichen
Darmtrakt, aus dem Schwein und Huhn sowie der Pflanzenart Acker-Schmalwand
(Arabidopsis thaliana), auch Gänserauke genannt, als Einzelprodukte zur
Verfügung. Auch diese Bioressourcen können von Forschenden weltweit für
ihre Experimente genutzt werden. Alle Informationen zu den verfügbaren
Mikrobiome gibt es jetzt auf der Website des Leibniz-Instituts DSMZ unter
https://www.dsmz.de/collection
Trend Mikrobiomforschung
Ein Mikrobiom bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen (vor allem
Bakterien), die in einem Lebensraum beispielsweise auf bestimmten
Bereichen unseres Körpers, leben, sowie deren Genome, Stoffwechselprodukte
und die funktionale Interaktion mit dem Wirt oder der Umgebung. Die
Erforschung von Mikrobiomen und der darin lebenden Mikrobiota (Gesamtheit
der Mikroorganismen) hat in den letzten Jahren stark zugenommen.
Hintergrund ist, dass das Zusammenspiel von beispielsweise dem Menschen
mit seinem Darm- oder Hautmikrobiom einen Einfluss auf die Gesundheit hat.
Das gilt nicht nur für Mensch und Tier, sondern auch für Pflanzen. Daher
ist das Untersuchen und Verstehen von Mikrobiomen ein Schlüssel zu neuen
Präventions- und Behandlungsansätzen für Mensch, Tier und Pflanze.
DSMZ-Pressekontakt
PhDr. Sven-David Müller, Pressesprecher des Leibniz-Instituts DSMZ-
Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Tel.: 0531/2616-300
E-Mail: <
Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und
Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische
Ressourcen (Bakterien, Archaeen, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen,
Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische
Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen
gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-
Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen
Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für
Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig
anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr.
511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als
Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit,
biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu
hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das
zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus
Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 93.600 Bioressourcen und hat rund 210
Beschäftigte. https://www.dsmz.de
Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 eigenständige
Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-,
Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und
Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute
widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen.
Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, vernetzen
sich in übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten
wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte
Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft berät und informiert
Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie setzt
Schwerpunkte im Wissenstransfer, insbesondere mit den Leibniz-
Forschungsmuseen. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf technologisch
relevanter Forschung und aktivem Technologietransfer: Leibniz-Institute
bringen innovative Entwicklungen gezielt in die Anwendung und fördern
durch Kooperationen mit Wirtschaft und Industrie die Umsetzung neuer
Technologien in die Gesellschaft. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge
Kooperationen mit den Hochschulen – unter anderem in Form der Leibniz-
WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und
Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen
Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern
Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die
Leibniz-Institute beschäftigen rund 21.400 Personen, darunter 12.200
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Finanzvolumen liegt bei gut
2,3 Milliarden Euro. https://www.leibniz-gemeinscha
