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20 Jahre Freiburger Institut für Musikermedizin: Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Klinik

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Das Freiburger Institut für Musikermedizin feiert im Mai 2026 sein
20-jähriges Bestehen. Es steht für die enge Verbindung von künstlerischer
Ausbildung, universitärer Forschung und spezialisierter
Patient*innenversorgung in Freiburg

Das Freiburger Institut für Musikermedizin (FIM) feiert 20 Jahre Bestehen.
Das Jubiläum wird von 7. bis 9. Mai 2026 in Freiburg im Rahmen des 24.
Symposiums der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und
Musikermedizin begangen. Seit seiner Gründung zum Wintersemester 2005/2006
verbindet die gemeinsame Einrichtung der Hochschule für Musik Freiburg und
der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg die Ausbildung
professioneller Musiker*innen mit der Forschung über musikphysiologische
Themen. Am Universitätsklinikum Freiburg betreut das Institut in einer
Spezialambulanz Instrumentalist*innen sowie Patient*innen aus stimm- und
sprechintensiven Berufen mit spezialisierter Diagnostik und Behandlung.

„Das Fach Musikphysiologie & Musikermedizin in Freiburg ist von Anfang an
aus der Überzeugung heraus entstanden, dass sich künstlerische Praxis und
medizinische Expertise gegenseitig brauchen und dass Innovation dort
entsteht, wo beide eng zusammenwirken“, sagt Prof. Dr. Dr. Claudia Spahn,
die gemeinsam mit Prof. Dr. Bernhard Richter das FIM leitet. „Das
Freiburger Institut für Musikermedizin steht seit zwei Jahrzehnten für
diesen integrativen Ansatz und hat ein Fachprofil aufgebaut, das Lehre,
Forschung und Krankenversorgung eng miteinander verknüpft“, so Spahn
weiter. „Die klinische Anbindung an das Universitätsklinikum Freiburg
ermöglicht uns eine hoch spezialisierte Versorgung in den Bereichen
Stimme, Hören, Bewegung und psychische Gesundheit“, so Richter.

Ein Fachgebiet mit besonderer Verankerung in Lehre und Versorgung

Studierende der Hochschule für Musik Freiburg profitieren am FIM von einem
bundesweit einmaligen Lehrangebot Musikphysiologie im Bachelor und Master
Musik, in dem sie Resilienz, Auftrittskompetenz und körperbezogene
Gesundheitsförderung für ihre künstlerische und pädagogische Praxis
lernen. Gleichzeitig ist die Musikermedizin in die medizinische Ausbildung
eingebunden und eröffnet Medizinstudierenden Einblicke in ein
spezialisiertes Gebiet, das es nur an wenigen Standorten in Deutschland
gibt.

Gegründet wurde das Institut mit Unterstützung des Landes Baden-
Württemberg. Seither hat sich das FIM von einer Pionieridee zu einem
international sichtbaren Schwerpunkt für Musikphysiologie & Musikermedizin
entwickelt. Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in der
Stimmphysiologie, im instrumentalen Bewegungslernen sowie in der
Prävention und Behandlung von Auftrittsangst. Darüber hinaus hat das
Institut neue Formate in Lehre und Weiterbildung etabliert und den
Transfer in die musikalische Praxis – insbesondere in der Amateurmusik –
gestärkt. Die enge Zusammenarbeit von Hochschule für Musik, Universität
und Universitätsklinikum hat die Musikermedizin in Freiburg nachhaltig
geprägt und Impulse über die Region hinaus gesetzt.

Das 20-jährige Bestehen wird vom 7. bis 9. Mai 2026 mit dem 24. Symposium
der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin in
Freiburg gefeiert. Geplant sind Vorträge, Workshops und
Posterpräsentationen ebenso wie ein Festakt, ein Gesprächspanel und ein
Festkonzert. Das Programm greift damit das Selbstverständnis des FIM auf:
Musikphysiologie & Musikermedizin wird in Freiburg im Austausch zwischen
Wissenschaft, künstlerischer Erfahrung und klinischer Praxis
weiterentwickelt.