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Öffentliche Vorlesungen im Sommersemester 2026

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Ringvorlesungen an der HU Berlin: Von Digital History über Feministische
Philosophie bis hin zur Auseinandersetzung über die ökologische
Transformation der Gesellschaft.

An der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) werden im Sommersemester 2026
wieder zahlreiche öffentliche Vorlesungen angeboten. Einige Vorlesungen
können auch online besucht werden. Die Vorträge werden zum Teil auf
Englisch gehalten. Der Eintritt ist frei.

Philosophie für Alle!
Die studentische Initiative Öffentliche Philosophie Berlin veranstaltet
vom 24. bis 26. April zum dritten Mal die Vortragsreihe „Philosophie für
Alle!". Studierende aus ganz Deutschland stellen ihre
gesellschaftsrelevante Forschung vor und diskutieren diese mit dem
philosophischen und öffentlichen Publikum. Prof. Robin Celikates, FU
Berlin, und Prof. Kristina Lepold, HU Berlin, halten Keynotes.

Wann: 24. bis 26. April 2026
Wo: Grimm-Zentrum, Foyer, Geschwister-Scholl-Straße 1-3, 10117 Berlin
Weitere Informationen: Link zur Webseite und zum Programm

RISIKO LEBEN – zwischen Zufall, Vorsehung und Berechnung in der Alten Welt
Wie gingen Menschen im Altertum mit Risiken um? Ob Krankheit,
Naturereignisse, Krieg, wirtschaftliche Abhängigkeiten oder religiöse
Deutungen – die Alte Welt war von Unsicherheiten geprägt, die erkannt,
interpretiert und bewältigt werden mussten. Die Vorlesung beleuchtet, wie
Gefahren antizipiert, Wissen gesammelt und Strategien entwickelt wurden,
um Risiken zu begrenzen. Sie zeigt, dass auch frühere Gesellschaften vor
ähnlichen Herausforderungen standen wie wir heute. Die Ringvorlesung wird
von dem Berliner Antike-Kolleg, einem Netzwerk für Altertumswissenschaft,
in dem die HU Mitglied ist, und der Freien Universität Berlin organisiert.

Wann: ab 14. April 2026, dienstags, 18:15 Uhr
Wo: Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin
Hörsaal 1b (Rostlaube) und online
Weitere Informationen: Link zum Livestream
Link zum Programm

„Digital History – Aktuelle Entwicklungen und neue Ansätze
Im Sommersemester 2026 bringen die Humboldt-Universität zu Berlin, die
Technische Universität Berlin und das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische
Forschung gemeinsam ein internationales Programm auf den Weg, das zentrale
Fragen der digitalen Geschichtswissenschaften aus unterschiedlichen
Perspektiven beleuchtet.  Die Veranstaltung verbindet Kolloquium und
Ringvorlesung und spannt einen Bogen von der Geschichte der
Digitalisierung über Computational History bis hin zu Public History. Im
Fokus stehen aktuelle Entwicklungen, methodische Zugänge und globale
Perspektiven – unter anderem mit Beiträgen aus Europa, Lateinamerika und
Asien. Mit internationalen Gästen bietet das Kolloquium eine Plattform für
den Austausch über Digital History.

Wann: ab 15. April 2026, mittwochs, 16 bis 18 Uhr
Wo: online und vereinzelt in Hybrid
Anmeldung via E-Mail für den Online-Zugang
Weitere Informationen: Link zum Programm

W.E.B. Du Bois Lectures
Die W.E.B. Du Bois Lecture Series von den American Culture Studies hat das
Ziel, den interkulturellen Dialog zu fördern. Wissenschaftler*innen und
Intellektuelle werden zu Vorträgen eingeladen, die Aspekte und Probleme
der öffentlichen Kultur und der Formen der heutigen Kulturkritik
behandeln. Die Reihe startet mit einem Vortrag von Johanna Pitetti-Heil,
Universität zu Köln, zum Thema: "The Roaring of Nature - The Taming of
Nature: Essentialism and Racialization in American Modern Dance". Die
Vorträge werden auf Englisch gehalten.

Wann: ab 28. April 2026, 18:15 Uhr
Wo: Humboldt-Universität zu Berlin, Hauptgebäude, Unter den Linden 6,
10117 Berlin, Raum 2249a
Weitere Informationen: Link zum Programm

Feministische Philosophie
Die Ringvorlesung bietet einen Einblick in zentrale Fragen, Positionen und
Methoden der feministischen Philosophie. Sie wird in Bereichen wie
politischer Philosophie, Metaphysik und Erkenntnistheorie betrieben und
analysiert kritisch das Zusammenspiel von Verflechtung von
Geschlechterverhältnissen, Macht und sozialer Ungleichheit. Ziel ist es,
gerechtere und bessere Formen der Wissensproduktion, der Theoriebildung
und des Zusammenlebens zu entwickeln. Im Rahmen der Ringvorlesung stellen
feministische Philosoph*innen aktuelle Forschungsprojekte vor. Die
Vorträge finden auf Deutsch oder Englisch statt und richten sich an
Bachelor- und Masterstudent:innen aller Fachrichtungen sowie die
interessierte Öffentlichkeit.  Organisiert wird die Reihe von Prof. Dr.
Kristina Lepold gemeinsam mit der AG Feministische Philosophie.

Wann: ab 15. April 2026, mittwochs von 10 bis 12 Uhr,
Wo: Hauptgebäude der Humboldt-Universität, Unter den Linden 6, 10117
Berlin, Hörsaal 2094 (1. Stock)

Interventionismus in Europa: Militärisches und Humanitäres Eingreifen seit
1945
Politische, militärische und humanitäre Interventionen prägten die
internationale Politik im Kalten Krieg und sind bis heute allgegenwärtig.
Doch was ist darunter konkret zu verstehen? Welche Motive verfolgten die
Akteure, welche Rechtfertigungsstrategien entwickelten sie? Wie
veränderten ihre Konzepte und ihr Handeln die internationale Ordnung? Die
Ringvorlesung „Interventionismus in Europa: Militärisches und Humanitäres
Eingreifen seit 1945" des Berliner Kollegs Kalter Krieg diskutiert im
Sommersemester 2026 anhand ausgewählter Beispiele unterschiedliche Formen,
Akteure und Praktiken des Interventionismus in Europa seit 1945.

Wann: ab 21. April 2026, dienstags, ab 18 Uhr
Wo: Humboldt-Universität zu Berlin, Hauptgebäude, Raum 1072,
Unter den Linden 6, 10117 Berlin
Weitere Informationen: Link zum Programm

Der Grüne Faden. Ringvorlesung des Nachhaltigkeitsbüros der HU
Das Nachhaltigkeitsbüro lädt ein, neue Aspekte des
Nachhaltigkeitsdiskurses aus einer interdisziplinären Perspektive zu
erforschen. Dabei treffen Zuhörer*innen nicht nur auf Referierende aus der
Wissenschaft, sondern auch auf Aktivist*innen und Engagierte, die mit
ihren Projekten die Nachhaltigkeitstransformation selbst anpacken.

Wann: 16. April 2026, donnerstags, 16 bis 18 Uhr,
Wo: Dorotheenstraße 24, Raum 1.101, 10117 Berlin sowie hybrid
Weitere Informationen: Anmeldung zur Ringvorlesung per E-Mail
Link zur Internetseite des Nachhaltigkeitsbüros

Ökologische Konflikte
Der Wind hat sich gedreht: Sah es für einen kurzen Moment so aus, als ob
eine große, ökologische Transformation der Gesellschaft doch gelingen
könne, werden die klimapolitischen Ambitionen aktuell zurückgeschraubt und
teils offen bekämpft. In der Vortragsreihe „Ökologische Konflikte"
beleuchten führende Sozialwissenschaftler*innen die teils scharfen
Auseinandersetzungen: Welche Dynamiken und Strategien prägen die Konflikte
um die ökologische Transformation? Ist die Lage für klimapolitische
Ambitionen wirklich so düster, wie sie manchen scheint? Und wie kann sich
die moderne Gesellschaft auf ökologische Krisen einstellen? Diese Fragen
stehen im Zentrum der Reihe, zu der die Gerda-Henkel-Forschungsgruppe
„Ökologische Konflikte" von Vincent August und André Brodocz herzlich
einlädt.

11.05. Anita Engels: „Die Klimawende einfach organisieren? Der schwierige
Schritt von der Analyse zur Wende unter erschwerten Bedingungen"
01.06. Melanie Pichler: „Zwischen Green Deal und Refossilisierung:
Transformationskonflikte aus sozial-metabolischer Perspektive"
22.06. Ingolfur Blühdorn: „Ökologische Unregierbarkeit. Zur Aktualität
einer konservativen Debatte"
Wann: ab dem 20. April 2026, montags, 11. Mai, 1. Juni,22. Juni, 16 Uhr
Wo: Dorotheenstraße 26, 10117 Berlin, Raum 208
Weitere Informationen: Link zur Forschungsgruppe Ökologische Konflikte