Forschung zum Mitnehmen: TU Berlin startet kostenlose Pflanzenverteilung
Tomaten-, Erbsen- und Leinpflanzen am 30. April 2026 ab 12 Uhr erhältlich
/ Expert*innen für Interviews verfügbar
Lein als heimisches Superfood, die Erbse als Symbol der Proteinwende und
die „TUmate“ als Open-Source-Kulturpflanze: Mit dem Projekt
„Wissensgarten“ macht die TU Berlin Pflanzen zu Botschaftern zentraler
Zukunftsthemen und geht neue Wege in der Wissenschaftskommunikation.
Die
Idee: Bürger*innen erhalten Jungpflanzen und zugleich Einblicke in
Forschung, die ihren Alltag unmittelbar betrifft. Unter dem Leitmotiv
„Pflanzen säen, Wissen ernten“ bietet die Universität samenfestes,
ökologisches Saatgut und Jungpflanzen an. Im Laufe des Jahres wird der
Wissensgarten um weitere Arten ergänzt, darunter Rucola als Beispiel für
Biodiversität und Rosmarin für die Anpassung an den Klimawandel.
Bei der kostenlosen Verteilaktion werden mehr als 1.800 Tomatenpflanzen
sowie jeweils rund 900 Erbsen- und Leinpflanzen ausgegeben. Interessierte
sollen anschließend ihre Pflanzerfahrungen in sozialen Medien oder über
die Webseite der TU Berlin teilen.
Zeit: 30. April 2026, 12.00 bis 14.00 Uhr
Ort: TU Berlin, Vorplatz des Hauptgebäudes, Straße des 17. Juni 135, 10623
Berlin
Hinweise: Ausgabe, solange der Vorrat reicht. Pro Person eine Pflanze je
Sorte.
Bitte weisen Sie in Ihrem Medium auf die Verteilaktion hin.
Webseite zum Projekt „Wissensgarten“:
<https://www.tu.berlin/communi
Für Medienvertreter*innen stehen Expert*innen für Fragen und Interviews
bereit
Medienvertreter*innen sind zu dieser Veranstaltung ebenfalls herzlich
eingeladen. Bitte melden Sie Ihren Dreh- oder Interviewwunsch bis zum 29.
April 2026, 17.30 Uhr an unter: <
Prof. Dr. Norbert Kühn ist Themenpate für die TUmate/Open Source sowie den
Rosmarin/Klimawandel. Der Pflanzenexperte leitet das Fachgebiet
„Vegetationstechnik und Pflanzenverwendung“ an der TU Berlin. In seiner
Forschung geht es darum, wie Pflanzen Städte lebenswerter machen – von
Parks und Grünflächen bis hin zu vielfältigen Kulturpflanzen. So
untersucht er aktuell in verschiedenen Verdunstungsbeeten in ganz Berlin,
wie ausgesuchte Pflanzen mit Hitze, Trockenheit und Starkregen klarkommen.
Prof. Dr. Nina Langen ist Themenpatin für den Lein/Superfood und leitet
das Fachgebiet „Bildung für Nachhaltige Ernährung und
Lebensmittelwissenschaft“ an der TU Berlin. Sie und ihr Team wollen
untersuchen, wie sich Chia und Lein hinsichtlich Nährwert, Nachhaltigkeit
und zukünftige Anbaubedingungen in Deutschland vergleichen lassen. Darüber
hinaus beschäftigt sich die Agrarökonomin damit, wie wir unser
Ernährungssystem nachhaltiger gestalten können und was uns im Alltag
wirklich dabei hilft, bessere Lebensmittelentscheidungen zu treffen.
Prof. Dr. Stephan Drusch ist Themenpate für die Erbse/Proteinwende und
leitet das Fachgebiet „Lebensmitteltechnologie und
-materialwissenschaften“ an der TU Berlin. Seine Forschung untersucht, wie
Inhaltsstoffe in Lebensmitteln zusammenwirken und wie daraus innovative
Produkte entstehen können. Er beschäftigt sich vor allem mit pflanzlichen
Proteinen, etwa aus Erbsen – einer wichtigen Basis für nachhaltigere
Lebensmittel – und untersucht, wie man ihre Eigenschaften gezielt nutzen
und verbessern kann.
Über das Community-Projekt Wissensgarten
Der TU-Wissensgarten ist ein Projekt zum 80-jährigen Jubiläum der TU
Berlin. Er bringt Forschung dorthin, wo sie im Alltag wirkt: in Gärten,
auf Balkone und in den öffentlichen Raum. Pflanzen sind dabei mehr als
Dekoration. Sie liefern Nahrung, kühlen Städte, speichern Wasser, filtern
Luft und schaffen Lebensräume. Die Forschung bezeichnet diese Funktionen
in Bezug auf unsere Städte als urbane Ökosystemleistungen, einen wichtigen
Baustein für lebenswerte und zukunftsfähige Städte.
Im Wissensgarten machen ausgewählte Nutzpflanzen wichtige Zukunftsthemen
sichtbar: Open Science und freies Saatgut, Biodiversität, Klimawandel,
nachhaltige Ernährung und die Proteinwende. Tomate, Erbse, Rosmarin, Lein
und Rucola dienen dabei als Ausgangspunkte für Forschung und neue
Perspektiven auf Umwelt und Stadt. Die Pflanzen werden zudem auf dem
Campus angebaut und in verschiedenen Lehrformaten mit Studierenden
untersucht – auf Freilandflächen, aber auch in einer Klimahülle auf dem
Campus Charlottenburg.
Seit März wachsen im Wissensgarten die TUmate, Rucola, Lein und Erbse –
der Rosmarin folgt in der zweiten Jahreshälfte. Eine weitere Verteilaktion
ist für den 6. Juni 2026 im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften
geplant. Videotutorials und Social-Media-Aktionen ergänzen das
Mitmachangebot.
