Logistik für unser aller Leben - Prof. Dr. Katharina Glock optimiert sie
Fehlen benötigte Waren im Krankenhaus oder beim Katastrophenschutz, kann
das Menschenleben kosten. Gut funktionierende Logistiksysteme können
helfen, die Produkte zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort
bereitzustellen. Prof. Dr. Katharina Glock möchte die Technik dafür
optimieren. Sie hat die Professur für ‚Technische Logistik‘ an der
Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Duisburg-Essen
angenommen.
Logistische Prozesse – oder anders gesagt: alle Abläufe und Mittel, mit
denen Dinge von A nach B gebracht werden – verändern sich mit dem
technologischen Wandel. „Logistische Systeme werden immer vernetzter und
automatisierter“, sagt Prof. Dr. Katharina Glock. „Das erhöht die
Anforderung an sie erheblich. Wir müssen sie leistungsstärker und
nachhaltiger machen.“
An der Universität Duisburg-Essen (UDE) möchte Professorin Glock
logistische Systeme neu gestalten. „Meine Vision ist es, intelligente
Logistiksysteme zu gestalten, die ihre Entscheidung selbstständig an
Situationen in der Realität anpassen können. Sie sollen auch bei
auftretenden Problemen funktionsfähig bleiben“, erklärt sie. Wenn sie sich
ohne menschliche Hilfe konfigurieren können, erhöhe dies die Resilienz und
Effizienz der Systeme.
Prof. Dr. Katharina Glock wird für logistische Abläufe etwa neue
mathematische Modelle entwickeln, mit denen die realen Prozesse am
Computer nachgebildet werden können. „Wir werden Modelle, Algorithmen und
Simulationen von logistischen Bewegungen so kombinieren, dass der
übergreifende Prozess optimiert wird. Vorab testen wir mit der Simulation,
wie gut die Prozesse in der Realität funktionieren, und verbessern sie
gegebenenfalls“, so die Ingenieurin. Zum Einsatz kommen die Arbeiten der
UDE-Professorin aktuell in zahlreichen Projekten und Kooperationen mit
Industrie und Gesundheitswesen.
Katharina Glock studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit Auszeichnung
(2009-2015) am Karlsruher Institut für Technologie und erwarb neben dem
Abschluss in Deutschland ein Diplôme (2013-2014) am Institut polytechnique
de Grenoble (Frankreich). An der Monash University, Melbourne (Australien)
erforschte sie 2015 die Modellbildung von Tourenplanungs-Problemen und
ging 2016 nach Karlsruhe ans FZI Forschungszentrum Informatik, wo sie seit
2016 bis zu ihrer Berufung an die UDE in unterschiedlichen Abteilungen
tätig war.
