Das Deutsche Historische Institut in Rom übernimmt die Bibliothek des Hamburger Instituts für Sozialforschung
Das Deutsche Historische Institut in Rom übernimmt im Zuge der Schließung
des Hamburger Instituts für Sozialforschung dessen Bibliothek. Damit
werden bedeutende Bestände zur Geschichte und Gewaltgeschichte Europas im
20. Jahrhundert künftig in Rom für die Forschung zugänglich sein.
Die Bibliothek des Hamburger Instituts für Sozialforschung (HIS) wird
zeitgleich mit der Schließung dieser Wissenschaftseinrichtung im Juni 2028
vom Deutschen Historischen Institut (DHI) in Rom übernommen. Das ist das
Ergebnis von Gesprächen, die in den letzten Monaten zwischen den
jeweiligen Instituts- und Bibliotheksleitungen geführt worden sind.
Das Deutsche Historische Institut in Rom ist seit langer Zeit die zentrale
Anlaufstelle für deutschlandbezogene, aber auch transnationale
Perspektiven berücksichtigende historische Forschung in Italien. Durch die
Übergabe der Bestände des HIS finden nun erstmals große Bestände
historisch-soziologischer Literatur (Schwerpunkt: Geschichte und
Gewaltgeschichte Europas im 20. Jahrhundert) einen Ort in der römischen
und italienischen Forschungslandschaft, was die Wissenschaftsbeziehungen
zwischen Deutschland und Italien in einem internationalen und
interdisziplinären Umfeld erheblich stärken sollte.
Die Eingliederung der Bestände des HIS in die Bibliothek des DHI wird
derzeit vorbereitet, so dass die Vor-Ort-Nutzung der Bücher und
Medieneinheiten schon relativ bald nach Schließung des Hamburger Instituts
möglich sein wird.
Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma (Stiftungsvorstand des HIS) – Prof. Dr.
Petra Terhoeven (Direktorin des DHI Rom) – Prof. Dr. Wolfgang Knöbl
(Direktor des HIS)
Das Deutsche Historische Institut in Rom ist ein Institut der Max Weber
Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS).
Die Stiftung fördert Forschung auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-,
Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Gastländern. Dafür
unterhält sie weltweit Institute sowie Forschungsgruppen und Büros. Die
MWS wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und
Raumfahrt finanziert. www.maxweberstiftung.de
