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Symposium „Einsamkeit“ der NRW-Akademie der Wissenschaften und der Künste mit Mi

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Rund 250 Gäste folgten der Einladung der Nordrhein-Westfälischen Akademie
der Wissenschaften und der Künste zu einem interdisziplinären Symposium
zum Thema „Einsamkeit“. Die Veranstaltung machte deutlich, dass Einsamkeit
längst zu einer der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer
Zeit geworden ist.



Rund 250 Gäste folgten der Einladung der Nordrhein-Westfälischen Akademie
der Wissenschaften und der Künste zu einem interdisziplinären Symposium
zum Thema „Einsamkeit“. Die Veranstaltung machte deutlich, dass Einsamkeit
längst zu einer der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer
Zeit geworden ist.

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten der Akademie, Prof. Dr. Gerd
Heusch, eröffnete Ministerpräsident Hendrik Wüst das Symposium mit einem
Impuls. Er betonte die gesellschaftliche Relevanz des Themas: „Einsamkeit
ist die neue soziale Frage unserer Zeit – und sie betrifft Menschen jeden
Alters. Besonders alarmierend ist, dass sich immer mehr Kinder und
Jugendliche einsam fühlen. Die wenigsten sprechen darüber, dabei kann
Einsamkeit gravierende Folgen für die persönliche Entwicklung, die
Gesundheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt haben. Veranstaltungen
wie dieses Symposium der Nordrhein-Westfälischen Akademie der
Wissenschaften und der Künste leisten einen entscheidenden Beitrag, um
Expertinnen und Experten zu vernetzen, neue Ansätze zu entwickeln und
wirksame Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Nur gemeinsam kann es gelingen,
einsame Menschen wieder stärker in die Mitte unserer Gesellschaft zu holen
und das Miteinander nachhaltig zu stärken.“

Im Rahmen der Veranstaltung und im Beisein der Ministerin für Kultur und
Wissenschaft, Ina Brandes, beleuchteten renommierte Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Prof.
Dr. Maike Luhmann (Ruhr-Universität Bochum) zeigte auf, warum Einsamkeit
ein gesamtgesellschaftliches Phänomen ist, während Prof. Dr. Norbert
Scherbaum (LVR-Klinikum Essen) die Wechselwirkungen zwischen Einsamkeit
und psychischen Erkrankungen darlegte. Weitere Beiträge widmeten sich der
Einsamkeit am Lebensbeginn (Prof. Dr. Käte Meyer-Drawe, Ruhr-Universität
Bochum), im Kindes- und Jugendalter (Prof. Dr. Beate Herpertz-Dahlmann,
Universitätsklinikum Aachen) sowie im Zusammenhang mit Demenz (Prof. Dr.
Frank Jessen, Universitätsklinikum Köln). Moderiert wurde die
Veranstaltung von Prof. Dr. Otmar Schober, Nuklearmediziner aus Münster.
Das Symposium verdeutlichte eindrücklich, dass Einsamkeit sowohl
individuelle als auch gesellschaftliche Folgen hat und nur durch ein
gemeinsames Zusammenwirken von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft
wirksam adressiert werden kann. Die Akademie versteht sich als Ort, wo
diese Perspektiven zusammengebracht werden und leistet mit der
Veranstaltung einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Einordnung
und zur Entwicklung von Lösungsansätzen.

Weitere Informationen zur Akademie sowie der Veranstaltung finden Sie
unter www.awk.nrw.de