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Peter-Müller-Innovationspreis 2026: DGIM prämiert DiGA Axia zur Vermeidung einer Wirbelsäulen-Versteifung

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Die DGIM hat im Rahmen des 132. Internistenkongresses die Digitale
Gesundheitsanwendung (DiGA) Axia mit dem Peter-Müller-Innovationspreis
2026 ausgezeichnet. Die App bietet Patientinnen und Patienten mit axialer
Spondyloarthritis Übungsprogramme für eine individualisierte
Bewegungstherapie. Die weiteren Preise gingen an smartNTx, ein digitales
Versorgungsangebot zur Nachsorge nach Nierentransplantation, sowie an die
Macher von Kaia, einer DiGA für multimodale Schmerztherapie.

Die drei
prämierten Lösungen setzten sich in einem Pitch auf dem 132.
Internistenkongress durch. Stifter des mit 10 000 Euro dotierten Peter-
Müller-Innovationspreises ist die custo med GmbH mit Sitz in Ottobrunn.

Mehr als 400 000 Menschen in Deutschland sind von axialer
Spondyloarthritis betroffen, einer chronisch-entzündlichen Erkrankung der
Wirbelsäule, die auf Dauer zu einer Versteifung der Wirbelsäule führen
kann. Eine regelmäßige Bewegungstherapie ist ein zentraler Bestandteil der
Behandlung, die im Alltag jedoch häufig nicht ausreichend umgesetzt wird:
Zwei von drei Betroffenen führen diese nicht oder nur unregelmäßig durch.

Axia unterstützt hier mit einem personalisierten Trainingsprogramm mit
vielen Übungsvideos, das sich an Beschwerden, Einschränkungen und
Krankheitsverlauf der Patientinnen und Patienten anpasst. Ein
selbstlernender Algorithmus optimiert die Auswahl der Einheiten
fortlaufend. Ergänzend umfasst die App eine Wissensbibliothek,
Symptomtracking sowie Funktionen zur Unterstützung der regelmäßigen
Durchführung der Übungen im Alltag.

Nachgewiesener Nutzen für Patientinnen und Patienten
In einer randomisiert-kontrollierten Studie mit 200 Teilnehmenden
verbesserte die Anwendung die Krankheitsaktivität, Funktionsfähigkeit und
Lebensqualität signifikant. Mehr als die Hälfte der Patientinnen und
Patienten erreichte ein klinisch relevantes Therapieansprechen – deutlich
mehr als in der Kontrollgruppe.

„Axia integriert eine zentrale Säule der Therapie – die Bewegung –
konsequent in den Alltag der Betroffenen und schließt damit eine
bedeutende Versorgungslücke“, sagt Professor Dr. med. Martin Möckel,
Vorsitzender der DGIM-Projektgruppe „DiGA/KI in Leitlinien“ und Mitglied
der Jury des Peter-Müller-Innovationspreises.

Gemeinsam mit Betroffenen entwickelt
Axia wurde unter Einbindung von Patientinnen und Patienten sowie
Patientenorganisationen entwickelt. Grundlage waren umfangreiche
Befragungen und Interviews, die in die Ausgestaltung der Inhalte
eingeflossen sind. Die DiGA ist dauerhaft im Verzeichnis des
Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gelistet.

Mit der Verleihung des von der custo med GmbH gestifteten Peter-Müller-
Innovationspreises würdigt die DGIM digitale Innovationen, die einen hohen
Nutzen für Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzte
versprechen und die Digitalisierung im Gesundheitswesen nachhaltig
voranbringen.

„Mit digitalen Tools lassen sich Versorgungslücken schließen –
insbesondere bei chronischen Erkrankungen, bei denen der Therapieerfolg
entscheidend vom Verhalten im Alltag abhängt“, so DiGA-Experte Möckel. Der
Peter-Müller-Innovationspreis ist mit 10 000 Euro dotiert und wird
jährlich für innovative digitale Entwicklungen mit medizinischem Nutzen
vergeben.