Gemeinwohl-Ökonomie als Schwerpunktthema im Bachelorstudium BWL wählbar
Das Betriebswirtschaftsstudium an der HFH · Hamburger Fern-Hochschule
bietet insgesamt neun wählbare Studienschwerpunkte, mit denen sich
Studierende spezialisieren und das eigene Profil schärfen können. Ab 1.
Juli 2026 kann als Schwerpunkt nun auch das Nachhaltigkeitsthema
"Gemeinwohl-Ökonomie" gewählt werden.
Zum Thema Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) bietet die HFH bereits zwei
Weiterbildungsmodule erfolgreich als Zertifikatsstudium an. Nun werden die
Module „Einführung in die GWÖ“ und „Angewandte GWÖ“ auch offizieller Teil
des grundständigen Bachelorstudiengangs BWL: Ab Juli 2026 ist Gemeinwohl-
Ökonomie als Schwerpunkt im Bachelorstudium wählbar.
Mit dem neuen Schwerpunkt ergänzt die HFH das betriebswirtschaftliche
Bachelorstudium um eine Vertiefungsmöglichkeit, welche die Themen
Nachhaltigkeit und ethisches Handeln in der Wirtschaft in den Fokus rückt.
Gemeinwohl-Ökonomie: nachhaltig und ethisch wirtschaften
Das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie stellt das Wohl von Menschen,
Gesellschaft und Umwelt als erstrebenswertes Ziel des Wirtschaftens ins
Zentrum und nicht, wie sonst in der Wirtschaft meist üblich, die reine
Gewinnmaximierung.
Studierende beschäftigen sich in diesem Studienschwerpunkt mit den Werten
und Konzepten, die dieses alternative Wirtschaftsmodell stützen und die
wirtschaftlichen Aktivitäten auf ein demokratisch definiertes Gemeinwohl
ausrichten sollen.
Gemeinwohl-Matrix als Basis für Nachhaltigkeitsberichte
Als zentrales Messinstrumentarium der GWÖ lernen Studierende die
sogenannte Gemeinwohl-Matrix kennen. Diese macht im Unterschied zur
etablierten Finanzbilanz auch soziale und ökologische Faktoren sichtbar
und zeigt, ob Unternehmen und Organisationen sozial verantwortungsvoll
handeln und gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.
Die Gemeinwohl-Matrix bildet die Kriterien Menschenwürde, Solidarität,
soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und
Mitentscheidung ab. Sie erlaubt es Organisationen, ihr eigenes Handeln
anhand dieser Kriterien zu messen – mit Blick u.a. auf Kund*innen,
Lieferant*innen, Mitarbeitende und die globale Gemeinschaft.
Auf Basis dessen lernen die Studierenden, eine Gemeinwohl-Bilanz zu
erstellen. Diese ist ein anerkannter Nachhaltigkeitsberichtsstandar
Unternehmen und motiviert als Tool zur Organisationsentwicklung
Mitarbeitende, sich aktiv an Transformationsprozessen zu beteiligen.
Studierende werden mit dem neuen Studienschwerpunkt somit Expert*innen für
Nachhaltigkeitsberichte mit Fokus auf Gemeinwohl und können wesentliche
Optimierungspotenziale in Unternehmen, Organisationen und auch in
Gemeinden identifizieren. Zugleich erhalten sie einen Überblick, welche
transformativen Wirtschafts- und Gesellschaftskonzepte es bereits gibt und
wie sich die GWÖ hier positioniert.
Bachelorstudium BWL bietet nun neun Schwerpunkte zur Profilschärfung
Studierende können sich im zweiten Abschnitt ihres siebensemestrigen BWL-
Fernstudiums für einen Themenschwerpunkt entscheiden, um sich zu
spezialisieren und die eigene Profilbildung zu schärfen.
Personen, die bereits die Weiterbildungsmodule „Einführung in die GWÖ“ und
„Angewandte GWÖ“ mit bestandener Prüfung und HFH-Hochschulzertifikat
abgeschlossen haben, können sich 12 ECTS-Credit Points (CP) auf den neuen
Schwerpunkt im Bachelorstudium BWL anrechnen lassen.
Mit dem neuen Modul „Gemeinwohl-Ökonomie“ stehen nun insgesamt neun
Schwerpunkte im Bachelorstudium zur Auswahl, die Studierenden eine große
Themenvielfalt bieten, um so die Wirtschaft von morgen aktiv
mitzugestalten.
Der nächstmögliche Studienstart im Bachelor BWL ist der 1. Juli 2026;
bereits jetzt sind Anmeldungen zum Fernstudium an der HFH möglich.
