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Akademie aktuell“ in Hamburg: „Hilfen in seelischer Not: Wie gut ist unser Gesundheitssystem aufgestellt?“

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Die Zahl psychisch Erkrankter ist hoch, die Wartelisten für Therapien und
psychiatrische Hilfen sind lang oder geschlossen. Besonders die junge
Generation braucht Hilfe und trifft in Deutschland auf ein überlastetes
Gesundheitssystem. Deshalb widmet sich die Podiumsdiskussion in der Reihe
„Akademie aktuell“ am 21. Mai 2026 um 19:00 Uhr in Hamburg im Gartensaal
vom Hotel Baseler Hof dem Thema „Hilfen in seelischer Not:

Wie gut ist
unser Gesundheitssystem aufgestellt?“. Dabei wird es neben einer
Bestandsaufnahme auch darum gehen, wie mit vorhandenen Ressourcen, neuen
wissenschaftlichen Erkenntnissen und digitalen Therapie-Ansätzen mehr
Menschen seelisch gesund werden oder bleiben.

Ein Mitschnitt des Abends erscheint zeitnah im Akademie-Podcast
„Wissenschaft als Kompass“.

Jede vierte erwachsene Person in Deutschland ist von Depression und
Angststörung betroffen. So lautet ein zentrales Ergebnis des Robert Koch
Instituts aus dem Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024. Die Daten würden
auf eine weiterhin verschlechterte psychische Gesundheit in der
Bevölkerung hinweisen. Bei der Suche nach möglichen Ursachen verweist das
RKI auf die Polykrise in den vergangenen Jahren: Corona-Pandemie,
Klimakrise und Kriege stressen die Psyche ebenso wie die wirtschaftliche
Rezession und ein steigendes Armutsrisiko. Zugleich gäbe es eine
gestiegene Aufmerksamkeit für psychische Gesundheit. Soziale Medien mit
zahlreichen mehr oder weniger qualifizierten Mental-Health-Influencern
sorgen für Aufklärung, können aber auch zu einer Überpsychologisierung vom
normalen Auf und Ab des seelischen Wohlbefindens führen.

Die Nachfrage nach psychotherapeutischer Hilfe ist hoch, die Wartezeit für
Therapie in der Regel jedoch lang. Gerade für Kinder und Jugendliche
wiegen lange Wartezeiten doppelt schwer, weil ihre Entwicklungsprozesse
dynamisch sind und seelische Probleme diese Prozesse stark belasten. Das
aktuelle Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung zeigt, dass ein Viertel
der Schülerinnen und Schüler „überdurchschnittlich psychisch belastet“
sei. Das Wohlbefinden der jungen Generation verschlechtert sich demnach
erstmals wieder nach der Pandemie.

Die Podiumsdiskussion fokussiert Fragen wie:
• Wie klar lassen sich die Ursachen für die aktuelle Lage der psychischen
Gesundheit benennen?
• Was hilft, um die psychische Gesundheit grundsätzlich zu verbessern?
• Was müsste gesellschaftlich passieren?
• Welche wissenschaftlichen Ideen gibt es, um mit den vorhandenen
Therapie-Konzepten und Ressourcen mehr Menschen zu helfen?
• Wären kürzere Therapien sinnvoll?
• Welche neuen, auch digitalen Therapie-Ansätze gibt es?

Auf dem Podium:
• Prof. Dr. Tania Lincoln, Leiterin des Arbeitsbereichs Klinische
Psychologie und Psychotherapie an der Universität Hamburg, Mitglied der
Akademie der Wissenschaften in Hamburg

• Prof. Dr. Sarah Hohmann, Direktorin der Klinik für Kinder- und
Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik am
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

• Dr. Gitta Jacob, Head of Clinical Programs & R&D der GAIA AG

• Martin U. Müller, Redakteur beim Magazin „Der Spiegel“

Moderation: Birgit Langhammer, Journalistin, NDR Info

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und im Akademie-Podcast „Wissenschaft
als Kompass“ zu hören sein:
https://www.awhamburg.de/mediathek/podcasts.html

Dokumentation der Veranstaltungsreihe „Akademie aktuell“ ➤
https://www.awhamburg.de/mediathek/akademie-aktuell.html

Die Podiumsdiskussion „Hilfen in seelischer Not: Wie gut ist unser
Gesundheitssystem aufgestellt?“ findet statt am:

Donnerstag, 21. Mai 2026, 19:00 Uhr
im Gartensaal vom Hotel Baseler Hof,
Esplanade 15, 20354 Hamburg

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Für die Teilnahme im Baseler Hof ist eine Anmeldung erforderlich unter
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