Wissenstransfer anders machen?!
Am Montag, 27. April 2026, lädt das Wissenschaftsforum Ruhr zur Tagung
„Wissenstransfer anders machen?! Reallabore, Pop-Ups, Performances, mobile
und aufsuchende Angebote in der Energiewende“ in den Wissenschaftspark
Gelsenkirchen ein. Die Veranstaltung beginnt um 12 Uhr. Eine Anmeldung ist
weiterhin möglich.
Die Energiewende erfordert neben technologischen Innovationen und
politischen Rahmenbedingungen auch neue Formen der Wissensvermittlung.
Klassische Formate werden zunehmend durch experimentelle Ansätze ergänzt,
die Beteiligung ermöglichen, Vertrauen stärken und unterschiedliche
Zielgruppen erreichen. Die Tagung greift diese Entwicklungen auf und
versteht sich als Raum für Austausch, Reflexion und Erprobung innovativer
Transferformate.
Tagung als Experimentierraum
Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, wie wissenschaftliche Erkenntnisse so
vermittelt werden können, dass sie nicht nur informieren, sondern zum
Mitmachen anregen und gesellschaftliche Resonanz erzeugen. Diskutiert wird
unter anderem, welche Rolle Reallabore, performative Formate, Pop-Ups oder
mobile Angebote für die Kommunikation der Energiewende spielen können und
wie sich unterschiedliche Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft,
Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft einbinden lassen.
Das Programm beginnt um 12 Uhr mit der interaktiven Ausstellung der
Exponate des Wissenstransfers. Es werden u. a. Energiegeschichten –
Photovoice mit Bürger*innen (FernUniversität in Hagen), Ignite the Light
(Folkwang Universität der Künste) und ein interaktives Stadtwandel-Exponat
des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gezeigt. Das
Selbermachlabor des H2PopUpLab (Westfälische Hochschule) und die Open Fuel
Cell des ZBT – Zentrum für BrennstoffzellenTechnik laden zum
Experimentieren ein.
Nach Grußworten von Garrelt Duin, Regionaldirektor des Regionalverbands
Ruhr, und Prof. Dr.-Ing. Görge Deerberg, Vorstandsvorsitzender des
Wissenschaftsforum Ruhr e. V., folgen zwei Sessions mit Beiträgen und
Interventionen aus dem Call for Papers.
Ausprobierende Formate und neue Narrative
In der ersten Session („Experimentive“) stehen ausprobierende Ansätze im
Mittelpunkt. Vorgestellt werden unter anderem Transferräume als
Katalysatoren regionaler Innovationsgemeinschaften (Westfälische
Hochschule), offene Hardware-Lösungen wie die „Open Fuel Cell“ als Ansatz
für gemeinschaftsorientierten Wissenstransfer sowie das H2PopUpLab in
Gelsenkirchen, das Wissenschaft zum Anfassen für eine breite
Öffentlichkeit erlebbar macht.
Die zweite Session („Narrative“) richtet den Blick auf neue
Kommunikationsformate und Vermittlungsstrategien. Beiträge zeigen, wie
Wissen über Ausstellungen, soziale Medien oder künstlerisch-gestalterische
Ansätze zugänglich gemacht werden kann – etwa durch studentisch
organisierte Pop-up-Ausstellungen (FAU Erlangen-Nürnberg), einen
Energieatlas (ILS Dortmund), Wissenschaftskommunikation auf TikTok und
Instagram (Universität Bonn) oder „diskursives Design“ zur Entwicklung
neuer Narrative für eine partizipative Energiewende (Fraunhofer UMSICHT).
Keynote von Prof. Dr. Uwe Schneidewind mit Podiumsdiskussion
Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist die Keynote von Prof. Dr. Uwe
Schneidewind mit anschließender Podiumsdiskussion. Diskutieren werden Ilka
Bickmann (Vorstandsvorsitzende science²public), Garrelt Duin, Uwe
Schneidewind, Görge Deerberg, Antje vom Berg (E.ON Foundation) sowie Mona
Rieken (Neue Effizienz gGmbH). Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Stefan
Gärtner, Geschäftsführender Direktor des Instituts Arbeit und Technik
(IAT) der Westfälischen Hochschule.
Die Tagung klingt ab etwa 18 Uhr in einem offenen Austausch bei Essen und
Getränken aus.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist
erforderlich und weiterhin online möglich unter:
https://www.iat.eu/termine/ver
/anmeldung-wissenstransfer-and
