Juniorprofessur für Öffentliches Recht am DZHW und der Leibniz Universität Hannover um weitere drei Jahre verlängert
Die Juniorprofessur für Öffentliches Recht am Deutschen Zentrum für
Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) und der Leibniz Universität
Hannover wird um weitere drei Jahre verlängert. Der Stelleninhaber, Prof.
Dr. Nikolas Eisentraut, hat die Zwischenevaluation seiner Professur
erfolgreich abgeschlossen.
Hannover, 15.04.2026. Die Entscheidung würdigt die herausragenden
Leistungen in Forschung, Lehre und wissenschaftlicher Selbstverwaltung in
den vergangenen zweieinhalb Jahren. In diesem Zeitraum konnte Prof. Dr.
Eisentraut ein eigenständiges und interdisziplinär anschlussfähiges
Forschungsprofil im Bereich des Wissenschafts- und Hochschulrechts
etablieren und maßgeblich zur Stärkung dieses Forschungsfeldes am DZHW
beitragen.
Erfolgreiche Forschung und Drittmitteleinwerbung
Ein zentraler Erfolgsindikator ist die Einwerbung von Drittmitteln in Höhe
von rund 1,8 Millionen Euro. Zu den wichtigsten Projekten zählen:
der Aufbau einer Forschungsstelle für interdisziplinäre föderale
Hochschulrechtsvergleichung (FifHO),
das Projekt Offener Zugang zum Grundgesetz (OZUG), in dessen
Rahmen erstmals ein umfassender Open-Access-Kommentar zum Grundgesetz
entsteht,
sowie das Verbundprojekt VEStOR zur Stärkung offener
Bildungsmaterialien (Open Educational Resources) in der
Rechtswissenschaft.
Mit diesen Projekten leistet die Juniorprofessur einen wichtigen Beitrag
zur Weiterentwicklung der Hochschul- und Wissenschaftsforschung und zur
Förderung von Open Science.
Profilbildung im Wissenschafts- und Hochschulrecht
Inhaltlich hat Prof. Dr. Eisentraut insbesondere die Themen
Wissenschaftsfreiheit, Hochschulgovernance, Digitalisierung von Forschung
und Lehre sowie Open Access und Open Science vorangetrieben. Seine
Arbeiten verbinden rechtswissenschaftliche Perspektiven mit
sozialwissenschaftlicher Hochschulforschung und stärken damit die
interdisziplinäre Ausrichtung des DZHW.
Ein besonderes Highlight ist die Herausgabe eines offenen Grundgesetz-
Kommentars, an dem rund 75 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
beteiligt sind. Das Werk wird 2026 erscheinen und neue Maßstäbe für den
freien Zugang zu juristischem Wissen setzen.
Exzellente Leistungen in Lehre und Nachwuchsförderung
Auch in der Lehre und Nachwuchsförderung weist die Juniorprofessur eine
sehr positive Bilanz auf. Die Lehrveranstaltungen wurden durchgehend sehr
gut evaluiert. Aktuell werden mehrere Promotionsvorhaben betreut, zudem
engagiert sich Prof. Dr. Eisentraut intensiv im Aufbau strukturierter
Promotionsformate.
Darüber hinaus übernimmt er Verantwortung in der akademischen
Selbstverwaltung und ist Mitglied der Zentralen Ethikkommission (ZEK) der
Leibniz Universität Hannover sowie im Leibniz Center for Science and
Society (LCSS) der LUH.
Ausblick
In den kommenden drei Jahren sollen die begonnenen Projekte weiter
ausgebaut und verstetigt werden. Ziel ist es unter anderem, die
Forschungsstelle für Hochschulrechtsvergleichung dauerhaft zu etablieren
und die Open-Access-Publikationsinfras
weiterzuentwickeln.
Die Verlängerung der Juniorprofessur setzt einen wichtigen Impuls für die
nachhaltige Stärkung der rechtswissenschaftlichen Hochschulforschung am
DZHW und am Standort Hannover.
