Bürgerveranstaltungen: Wie unser Gehirn Musik wahrnimmt – Einblicke in die Studien des Hirnforschungszentrums CoBIC
Anlässlich des wissenschaftlichen Eröffnungssymposiums des Cooperative
Brain Imaging Center Frankfurt finden zwei öffentliche Veranstaltungen für
interessierte Bürgerinnen und Bürger zu Themen der Hirnforschung statt.
FRANKFURT. Mit einem wissenschaftlichen Symposium feiert das Cooperative
Brain Imaging Center Frankfurt (CoBIC) seine Eröffnung, nachdem das
Gebäude vor einem Jahr offiziell in Betrieb genommen wurde. Das CoBIC ist
eine Kooperation der Goethe-Universität Frankfurt, des Max-Planck-
Instituts für empirische Ästhetik und des Ernst Strüngmann Instituts (ESI)
der Max-Planck-Gesellschaft. Die enge Zusammenarbeit von
grundlagenwissenschaftlichen Instituten und der Universitätsmedizin
Frankfurt bietet Forscherinnen und Forschern ein dynamisches Umfeld für
innovative Forschungsprojekte.
Im Rahmen des Symposiums werden neben zahlreichen Fachvorträgen zwei
Veranstaltungen für interessierte Bürgerinnen und Bürger angeboten, die –
in englischer Sprache – Hirnforschung allgemeinverständlich erklären.
Prof. Robert Turner vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und
Neurowissenschaften in Leipzig beschäftigt sich damit, wie Musik in
unserem Gehirn wahrgenommen und verarbeitet wird. Wie verändert sich das
Gehirn, wenn wir lernen, ein Musikinstrument zu spielen oder Noten zu
lesen? Wie unterscheidet sich Musik- von Sprachverarbeitung im Gehirn? Und
wie kann es sein, dass musikalische Erinnerungen trotz Demenz bestehen
bleiben, dass also zum Teil Menschen, die krankheitsbedingt nicht mehr
sprechen können, immer noch in der Lage sind, Lieder zu singen? Im
musikalischen Dialog mit Prof. Fredrik Ullén, Direktor des Max-Planck-
Instituts für empirische Ästhetik, spricht Turner in seinem Vortrag
darüber, wie Musik ein „Fenster zu allgemeinen Hirnfunktionen“ ist.
„Imaging Music in Our Brain“
Prof. Robert Turner, MPI Leipzig
moderiert und musikalisch abgerundet von
Prof. Fredrik Ullén, MPI Frankfurt am Main
(in englischer Sprache)
Montag, 20. April 2026, 18:15 Uhr
Festsaal im Casino, Campus Westend
Theodor-W.-Adorno-Platz 1
Goethe-Universität Frankfurt
Welchen Fragestellungen CoBIC-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler
bei der Erforschung des menschlichen Gehirns nachgehen, ist Thema einer
Reihe interaktiver Sessions im Neubau des CoBIC in Frankfurt-Niederrad.
Wie fühlt sich eine Nervenzelle in einem Netzwerk? Wie unterscheiden sich
Gedankengänge von Menschen mit und ohne ADHS? Wie kann man mithilfe von
Hochfeld-MRT medizinische Diagnosen verbessern oder dem Gehirn beim
Arbeiten zusehen? Was passiert im Gehirn, wenn jemand im MRT liegend
Klavier spielt? Welchen Einfluss hat Ernährung auf die Hirnleistung?
Diesen Fragen spüren die Forschenden allgemeinverständlich und auf
unterhaltsame Weise nach.
„Research at CoBIC“
Frankfurter Wissenschaftler*innen
(in englischer Sprache)
Dienstag, 21. April 2026, 15:00 Uhr
Cooperative Brain Imaging Center (CoBIC)
Heinrich-Hoffmann-Straße 9
Campus Niederrad
Goethe-Universität Frankfurt
Information und Anmeldung:
Die beiden Veranstaltung sind öffentlich und kostenlos.
Um Anmeldung bis zum 16.4.2026 wird gebeten über
