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Rote Linien: Neues KWI-Jahresthema 2026/27

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Rote Linien sind derzeit allgegenwärtig – nicht nur als Metapher, sondern
als reale, politische wie symbolische Praxis. Sie werden gezogen,
überschritten, eingerissen, neu markiert. Was bedeutet es, eine rote Linie
zu ziehen – und wer hat das Recht dazu? In Zeiten geopolitischer Spannung
und kultureller Auseinandersetzungen sind rote Linien mehr denn je
präsent: als Warnsignale, als Grenzen der Akzeptanz, als Verpflichtungen,
die sich nicht mehr halten lassen.

Das KWI-Jahresthema folgt 2026/27 diesen Denkfiguren der „Roten Linien“:
Mit welchen machtpolitischen und ästhetischen Verfahren werden sie gezogen
und zu welchem Zweck? Wie werden sie überschritten, ignoriert oder
verteidigt? Wohin führen rote Linien und inwiefern lässt sich auf ihnen
als „thin red line“ überhaupt Halt finden?

Mit unseren Gästen auf der Bühne und im Publikum wollen wir uns gemeinsam
auf Expeditionen begeben: entlang verschiedener roter Linien, immer auf
beiden Seiten der Unterscheidung. Die Rechtswissenschaftlerin Samira
Akbarian (Recht brechen, 2024) diskutiert mit der ehemaligen
Verfassungsrichterin Susanne Baer (Rote Linien, 2025) über zivilen
Ungehorsam und den Zwiespalt eines Amtes am Bundesverfassungsgericht und
einer „Theorie“ des Rechtsbruchs, der sich auf verfassungsrechtlich
verbriefte Grundrechte bezieht. Den gegenwärtigen Diskurs über
Polarisierung nehmen die Soziologen Nils C. Kumkar (Polarisierung, 2025)
und Hannes Krämer am 24. Juni in den Blick.

Diese und alle weiteren Rote Linien-Veranstaltungen des Sommersemesters
finden Sie in unserem Terminkalender. Wir freuen uns auf den Austausch mit
Ihnen!

VERANSTALTER
Ein Themenschwerpunkt des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI).