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Lancet Countdown Europe: Neuer Bericht zu Gesundheit und Klimawandel

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Die Abhängigkeit Europas von fossilen Brennstoffen macht den Kontinent
nicht nur wirtschaftlich und politisch verwundbar, sondern hat auch
dramatische gesundheitliche Folgen für die Bevölkerung. Vor wachsender
Luftverschmutzung, Hitzeschäden und der klimabedingten Ausbreitung von
Infektionskrankheiten warnt der Europäische Lancet Countdown Bericht 2026
zu Gesundheit und Klimawandel, den die Co-Direktoren Prof. Dr. Joacim
Rocklöv und Prof. Dr. Cathryn Tonne vorstellen.

Gemeinsam mit Experten aus
Wissenschaft, Praxis und Politik diskutieren sie die Ergebnisse im Rahmen
einer öffentlichen Veranstaltung an der Universität Heidelberg. Das Launch
Event mit Livestream findet am 22. April statt.


Lancet Countdown Europe: Neuer Bericht zu Gesundheit und Klimawandel
Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik erläutern
die dramatischen gesundheitlichen Folgen der Klimakrise und diskutieren
über erfolgreichen Klima- und Gesundheitsschutz

Die Abhängigkeit Europas von fossilen Brennstoffen macht den Kontinent
nicht nur wirtschaftlich und politisch verwundbar, sondern hat auch
dramatische gesundheitliche Folgen für die Bevölkerung. Vor wachsender
Luftverschmutzung, Hitzeschäden und der klimabedingten Ausbreitung von
Infektionskrankheiten warnt der Europäische Lancet Countdown Bericht 2026
zu Gesundheit und Klimawandel, den die Co-Direktoren Prof. Dr. Joacim
Rocklöv (Universität Heidelberg) und Prof. Dr. Cathryn Tonne (Barcelona
Institute for Global Health) der Öffentlichkeit vorstellen werden.
Gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis
und Politik diskutieren sie die Ergebnisse des Berichts im Rahmen einer
öffentlichen Veranstaltung an der Universität Heidelberg. Den aktuellen
Befunden stellen sie dabei erfolgreiche Maßnahmen des Klima- und
Gesundheitsschutzes gegenüber. Das Launch Event mit Livestream findet am
22. April 2026 statt.
Veranstaltungsposter

Der Lancet Countdown Europe ist eine interdisziplinäre
Forschungskollaboration, der 65 Expertinnen und Experten von
Forschungseinrichtungen und Organisationen der Vereinten Nationen
angehören. Die Kollaboration wurde 2021 als sogenanntes Regionalzentrum
des weltweiten Lancet Countdown gegründet und untersucht in fünf Bereichen
den Zusammenhang von Gesundheit und Klimawandel in Europa. Dazu gehören
Gesundheitsrisiken und Gesundheitsauswirkungen, bereits ergriffene
Anpassungs- und Abschwächungsmaßnahmen, die Bereiche Wirtschaft und
Finanzen sowie die Auseinandersetzung mit den Themen Klimawandel und
Gesundheit durch verschiedene gesellschaftliche Akteure. Der dritte
Europa-Bericht, der in der Fachzeitschrift „Lancet Public Health“
veröffentlicht wird, umfasst insgesamt 44 Indikatoren.

„Wir sehen sehr deutlich, dass der durch die Nutzung von fossilen
Brennstoffen angetriebene Klimawandel eine wachsende Bedrohung für die
Gesundheit einer immer größer werdenden Zahl von Menschen in Europa
darstellt“, betont Prof. Rocklöv. Gleichzeitig gebe es aber auch positive
Beispiele aus dem Klima- und Gesundheitsschutz. „Es werden national und
lokal eine Vielzahl an Maßnahmen ergriffen, die Hoffnung machen können,
dass die Klimakrise eingedämmt werden kann und sich ihre Folgen reduzieren
lassen“, so der Epidemiologe, Mathematiker und Statistiker, der als
Alexander von Humboldt-Professor der Universität Heidelberg in einer Reihe
von großen Projekten an der Universität und am Universitätsklinikum
Heidelberg zu den Auswirkungen von Klima- und Umweltveränderungen auf die
öffentliche Gesundheit forscht. Seit 2024 leitet er gemeinsam mit Prof.
Tonne die Forschungskollaboration Lancet Countdown Europe.

Das Launch Event zur Vorstellung des aktuellen Europäischen Lancet
Countdown Berichts zu Gesundheit und Klimawandel eröffnet Prof. Dr.
Michael Boutros, Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg der
Universität Heidelberg, bevor Prof. Rocklöv und Prof. Tonne die zentralen
Ergebnisse präsentieren. Im Anschluss daran werden Aleksandra Kazmierczak,
Koordinatorin des Europäischen Observatoriums für Klima und Gesundheit und
Klima- und Gesundheitsexpertin der Europäischen Umweltagentur, sowie
Francesca Racioppi, Direktorin des Europäischen Zentrums für Umwelt und
Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation, einige der Erfolgsgeschichten
im Klima- und Gesundheitsschutz vorstellen. Expertinnen und Experten des
deutschen Robert-Koch-Instituts, des österreichischen Kompetenzzentrums
Klima und Gesundheit sowie der französischen Agence Nationale de Santé
Publique kommentieren die Befunde und berichten über Ansätze in ihren
Ländern, mit denen sie zum Beispiel auf die in den vergangenen Jahren
rapide steigende Zahl von Fällen klimabedingter Infektionskrankheiten
reagieren. In einer Podiumsdiskussion mit Vertretern aus der Bundes-,
Landes- und Kommunalpolitik wird es um die Frage gehen, wie Klima- und
Gesundheitsschutzmaßnahmen erfolgreich umgesetzt werden können.

Die Veranstaltung am 22. April findet in der Aula der Alten Universität
(Grabengasse 1, Heidelberg) sowie online mit Livestream statt und beginnt
um 13.00 Uhr. Dazu ist auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Aula müssen bis 12.45 Uhr Platz
nehmen. Für das englischsprachige Launch Event wird vor Ort eine
Simultanübersetzung ins Deutsche angeboten. Die Teilnahme – sowohl vor Ort
als auch online – erfordert eine Anmeldung unter https://pretix.eu/uni-
heidelberg/lcde-rp-2026