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Demenz-Netzwerk stärkt Früherkennung und interdisziplinäre Zusammenarbeit in Ostsachsen

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Uniklinikum Dresden initiiert gemeinsam mit den Elblandkliniken, dem
Sächsischen Krankenhaus Arnsdorf und dem MVZ am Uniklinikum einen
Zusammenschluss, der Standards in der Früherkennung in die Fläche bringt.
Intersektorale Zusammenarbeit für Frühdiagnostik von Demenzerkrankungen.
Projekt ermöglicht einen besseren Zugang zu qualifizierter Diagnostik und
Therapie.

Das Universitätsklinikum Dresden ist Initiator für das neue Netzwerk für
Diagnostik und Therapie von Demenzerkrankungen in Ostsachsen (DENOS).
Koordiniert wird DENOS durch das interdisziplinäre Universitäts
DemenzCentrum (UDC), das die Initiative zusammen mit dem Institut für
Neuroradiologie am Uniklinikum Dresden, den Elblandkliniken Radebeul und
Meißen, dem Medizinischen Versorgungszentrum MVZ am Uniklinikum Dresden
sowie dem Sächsischen Krankenhaus Arnsdorf ins Leben gerufen hat. Das
Netzwerk verfolgt das Ziel, diagnostische Verfahren zu standardisieren,
stärker aufeinander abzustimmen, den fachlichen Austausch zwischen Praxen
und Spezialambulanzen sowie dem ländlichen und städtischen Raum zu stärken
und Betroffenen sowie ihren Angehörigen einen besseren Zugang zu
qualifizierter Diagnostik und Therapie zu ermöglichen. Durch eine stärkere
interdisziplinäre Zusammenarbeit sollen Demenzerkrankungen früher erkannt
und differenzierter diagnostiziert werden. „Erneut geht vom
Universitätsklinikum Dresden der Impuls für eine Netzwerkstruktur aus, die
die Versorgung von Patientinnen und Patienten klar im Fokus hat. In den
vergangenen Jahren haben wir immer wieder bewiesen, dass fachübergreifende
Zusammenarbeit und Austausch der Schlüssel sind, um moderne Diagnostik und
Therapien in die Fläche zu bringen. Das soll auch mit DENOS gelingen“,
sagt Prof. Uwe Platzbecker, Medizinischer Vorstand am Uniklinikum Dresden.

In Deutschland leben rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz – Tendenz
steigend. Die meisten von ihnen sind von der Alzheimer-Krankheit
betroffen. Pro Jahr kommen 400.000 Neuerkrankte hinzu – dabei gibt es
infolge der demografischen Veränderungen weitaus mehr Neuerkrankungen als
Sterbefälle unter den bereits Erkrankten. Expertinnen und Experten gehen
davon aus, dass sich – sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie
gelingt - nach unterschiedlichen Vorausberechnungen der
Bevölkerungsentwicklung die Krankenzahl bis zum Jahr 2050 auf 2,3 bis 2,7
Millionen erhöhen wird. Die steigende Zahl von Demenzerkrankungen ist
aktuell eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen. Mit einem
hohen Durchschnittsalter der Bevölkerung ist der Anteil von Menschen mit
Demenz in Sachsen deutschlandweit am höchsten. „Eine frühe und präzise
Diagnose von Demenzerkrankungen ist entscheidend, um Betroffenen eine
effektive Behandlung, individuelle Beratung und Unterstützung zu
ermöglichen. DENOS will sich diesem Ziel durch eine enge Vernetzung der
Akteure in Demenzdiagnostik und -therapie widmen. Es geht um eine
Verbesserung für die Betroffenen in Ostsachsen“, sagt Dr. Elisabeth
Dinter, Direktorin des Universitäts DemenzCentrums (UDC) aus der Klinik
für Neurologie.

DENOS steht für einen Zusammenschluss, in dem niedergelassene
Fachärztinnen und Fachärzte sowie Einrichtungen aus den Bereichen
Neurologie, Psychiatrie, Neuroradiologie, Geriatrie und Neuropsychologie
eng zusammenarbeiten. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, diagnostische
Verfahren zu standardisieren, stärker aufeinander abzustimmen, den
fachlichen Austausch zwischen Praxen und Spezialambulanzen sowie dem
ländlichen und städtischen Raum zu stärken und Betroffenen sowie ihren
Angehörigen einen besseren Zugang zu qualifizierter Diagnostik und
Therapie zu ermöglichen. Durch eine stärkere interdisziplinäre
Zusammenarbeit sollen Demenzerkrankungen früher erkannt und
differenzierter diagnostiziert werden. „Mit dem Netzwerk schaffen wir eine
Plattform für den Austausch von Expertise, die Entwicklung gemeinsamer
Standards und die Förderung der intersektoralen und überregionalen
Zusammenarbeit für innovative diagnostische und therapeutische Ansätze“,
ergänzt DENOS-Co-Sprecher PD Dr. Robert Haußmann, Direktor Universitäts
DemenzCentrum aus der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. „Wie
wichtig das ist, haben wir bereits bei der Auftaktveranstaltung gesehen.
Über 70 Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Neurologie, Psychiatrie,
Neuroradiologie, Geriatrie und Neuropsychologie kamen zusammen und haben
den Willen zur Mitarbeit in DENOS bekräftigt. Das spiegelt die Bedeutung
der interdisziplinären Zusammenarbeit bei der Demenzfrüherkennung wider“,
sagt PD Dr. Moritz Brandt, Chefarzt der Klinik für Neurologie und
Geriatrie am Elblandklinikum Meißen, der das Sprecher-Trio von DENOS
komplettiert.

Zu den zentralen Aufgaben des Netzwerks gehören:
- der Aufbau eines interdisziplinären, intersektoralen Expertenverbunds
für Demenzdiagnostik und -therapie in Ostsachsen
- strukturierte Fort- und Weiterbildungsangebote
- die Entwicklung und Abstimmung gemeinsamer diagnostischer Standards
- der Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Klinik und Praxis
- die Verbesserung der Information und Beratung für Betroffene und
Angehörige