efzn-Projektausschreibung 2026: Krisenfähigkeit des Energiesystems Niedersachsen
Das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (efzn) lädt niedersächsische
Forschende dazu ein, Lösungen zur Stärkung der Krisenfähigkeit des
Energiesystems Niedersachsen zu entwickeln. Projektideen können bis zum
30.04.2026 eingereicht werden. Alle Informationen zur Ausschreibung gibt
es unter: https://www.efzn.de/forschung/
Ob Extremwetterereignisse, Unfälle, terroristische oder kriegerische
Angriffe: Unsere Energieversorgungssysteme sind zunehmenden Belastungen
ausgesetzt, die sich nicht mehr hinreichend vorhersagen lassen oder deren
Auswirkung nicht vollständig durch vorausschauende Auslegung vermieden
werden kann. Das hat der Stromausfall Anfang 2026 in Berlin nachhaltig
gezeigt. Nach einem Brandanschlag an einer Kabelbrücke waren 45.000
Haushalte und Gewerbebetriebe im Südwesten Berlins tagelang massiv
betroffen. In Situationen wie dieser sind resiliente und krisenfähige
Systeme essentiell und unverzichtbar.
Hier kommt die neue efzn-Projektausschreibung ins Spiel: Mit dem nunmehr
zweiten niedersächsischen Förderprogramm für kleine, agile Projekte will
der Vorstand des efzn die disziplinübergreifende Forschung zu diesem Thema
gezielt stärken und belastbare Handlungsoptionen für die niedersächsische
Landespolitik entwickeln. Ging es 2022 unter dem Eindruck des Angriffes
Russlands auf die Ukraine um die Beschleunigung der Transformation des
Energiesystems im Spannungsfeld von Energiekrise und Klimaschutz, sind
niedersächsische Forschende nun dazu aufgefordert, Lösungen zur Stärkung
der Krisenfähigkeit des Energiesystems Niedersachsen zu entwickeln.
Bewerben können sich Professor:innen sowie sonstige selbstständig in der
Forschung tätige Hochschulmitglieder an niedersächsischen Hochschulen in
staatlicher Verantwortung (§ 2 Niedersächsisches Hochschulgesetz, NHG).
Die Förderdauer beträgt maximal 6 Monate (01.08.2026 bis 31.01.2027), die
maximale Fördersumme pro Projekt 60.000 Euro.
Erwünscht sind sowohl technologische Fragestellungen als auch
gesellschaftswissenschaftliche Ansätze. Die Förderprojekte können
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben oder Kurzstudien sein. Sie können
sich mit der Aufbereitung von Materialien zur Kommunikation und
Wissensvermittlung bzw. zur Vorbereitung und Unterstützung des
gesellschaftlichen Wandels befassen. Ziel sollte es sein, dass das
jeweilige Förderprojekt der Vorbereitung eines weiterführenden
interdisziplinären und standortübergreifenden Projektantrages dient. Zudem
sollen aus den Erkenntnissen, die in den Projekten gewonnen werden,
konkrete Handlungsmöglichkeiten für die niedersächsische Landespolitik
entwickelt werden.
Energieforschende an den niedersächsischen Hochschulen können ab sofort
bis zum 30.04.2026 Projektanträge für die diesjährige efzn-Förderung
einreichen. Detaillierte Informationen zu Inhalten, Rahmenbedingungen und
zum Antragsverfahren finden Sie in der offiziellen Projektausschreibung:
https://www.efzn.de/forschung/
