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Hannover Messe 2026: Forschende des Fraunhofer WKI zeigen Holzschaum in der Anwendung

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Auf der Hannover Messe 2026 ist der Schichtaufbau einer Tür der Firma
Rodenberg Türsysteme AG zu sehen, bei der Holzschaum als Strukturelement
zum Einsatz kommt. Damit zeigen die Partner Fraunhofer WKI und die Firma
Butterweck Holzstoffe GmbH & Co. KG eine Einsatzmöglichkeit für den
Holzschaum in Kombination mit klassischen Holzwerkstoffen. Der vom
Fraunhofer WKI entwickelte und patentierte Holzschaum wird durch die Firma
Butterweck Holzstoffe GmbH & Co. KG produziert und vertrieben.

»Das große Potenzial des Holzschaums im industriellen Einsatz zeigen wir
gemeinsam mit unseren Partnern in diesem Jahr auf der Hannover Messe. Der
Einsatz des Holzschaums als Strukturelement in der Tür ist ein Beispiel
für die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des Materials. Er kann mit
klassischen Holzwerkstoffen, Metallen, Beton, Kunststoffen oder auch WPC
als Decklage kombiniert werden. Dadurch entstehen leichte
Hybridmaterialien mit höherer Funktionalität. Solche Sandwichmaterialien
können beispielsweise auch im Automobilbau, als Möbelplatte oder als
Fassadenelement eingesetzt werden«, berichtet Dr. Nina Ritter,
Gruppenleiterin am Fraunhofer WKI.

Um den Holzschaum im Schichtaufbau zu zeigen, präsentieren die Forschenden
des Fraunhofer WKI gemeinsam mit der Butterweck Holzstoffe GmbH & Co. KG
eine Tür der Firma Rodenberg Türsysteme AG, die längs aufgeschnitten
wurde. Butterweck Holzstoffe liefert Holzschaumplatten für die biologisch
abbaubare Haustürfüllung »Organic Door Panel« an Rodenberg Türsysteme.
Diese wird aus rein pflanzlichen Rohstoffen hergestellt. Die Füllung kann
zu 100 Prozent recycelt werden.

Die Firma Butterweck Holzstoffe GmbH & Co vermarktet den Holzschaum unter
dem Markennamen LIGNEW. Die Auslieferung der ersten Holzschaumplatten wird
für 2028 erwartet. Die Forschenden des Fraunhofer WKI stehen Butterweck
Holzstoffe GmbH & Co. KG weiterhin beratend zur Seite.

Im Rahmen eines institutsinternen Vorlaufforschungsprojekts entwickelte
das Fraunhofer WKI das innovative Verfahren, bei dem Schaumstoffe aus
reinem Holz bzw. Holzfasern hergestellt werden. Während der Kooperation
mit Butterweck Holzstoffe GmbH & Co. KG stand die Überführung in den
industriellen Verarbeitungsprozess im Fokus. Die Kooperationspartner haben
in den letzten Jahren beispielsweise daran gearbeitet, den Holzschaum in
Form eines Plattenwerkstoffs bis hin zur Marktreife zu entwickeln.

Die am Fraunhofer WKI entwickelten Holzschäume bestehen zu 100 Prozent aus
Holz, da sie keine Bindemittel benötigen. Sie sind ein leichter
Holzwerkstoff (Dichte 45 bis 200 kg/m³) mit einer offenporigen Struktur.
Ihre Festigkeit entsteht durch holzeigene Bindungskräfte, sodass der
Einsatz von synthetischen Klebstoffen nicht notwendig ist. Holzschäume
eignen sich aus ökologischer und ökonomischer Sicht hervorragend für eine
Vielzahl von Einsatzbereichen, etwa als Verpackungsmaterial oder auch als
Wärme- und Schalldämmung. Sie können problemlos recycelt werden.

Live erleben auf der Hannover Messe 2026!
Die Forschenden des Fraunhofer WKI präsentieren den Schichtaufbau einer
Tür, für die der Holzschaum verwendet wurde. Die Messe findet vom 20. bis
24. April 2026 in Hannover statt.
Sie finden uns auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand:
Halle 11, Stand D33

Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen!

Das Fraunhofer WKI:
Wir bauen die Zukunft aus nachwachsenden Rohstoffen. Seit 1946.

Nachhaltigkeit ist seit der Gründung des Fraunhofer WKI im Jahre 1946 das
zentrale Thema. Der Gründer und Namensgeber Dr. Wilhelm Klauditz gilt als
Pionier der modernen Holzwerkstoffindustrie. Heute nutzt das Fraunhofer
WKI die ganze Bandbreite nachwachsender Rohstoffe, um daraus nachhaltige
Werkstoffe, Bauteile und Chemieerzeugnisse zu entwickeln.

Das Institut mit Standorten in Braunschweig, Hannover und Wolfsburg ist
spezialisiert auf Verfahrenstechnik, Formgebung und Komponentenfertigung
mit Biowerkstoffen, biobasierte Bindemittel und Beschichtungen,
Funktionalisierung, Brandschutz, Werkstoff- und Produktprüfungen,
Recyclingverfahren sowie den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen in
Gebäuden und Fahrzeugen. Darüber hinaus gehört das Fraunhofer WKI zu den
führenden Forschungseinrichtungen im Bereich Innenraumluftqualität.

Nahezu alle Verfahren und Produkte, die aus der Forschungstätigkeit des
Instituts hervorgehen, werden industriell genutzt. Mit seiner Forschung
und Entwicklung leistet das Fraunhofer WKI einen wichtigen Beitrag für den
Aufbau einer biobasierten Kreislaufwirtschaft (Zirkuläre Bioökonomie).