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Mit der Zeitmaschine aus dem Mittelalter in die digitale Welt

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Das Junge Museum Frankfurt zeigt „Damals 1410“, eine Ausstellung zur
Medienkompetenz für Kinder – ermöglicht durch die Klaus Tschira Stiftung.
Eine Museumstour im Spielmodus: Die neue
Ausstellung „Damals 1410“ im Jungen Museum Frankfurt führt spielerisch
durch die digitale Welt.

Sie ist ein begehbares Spiel und beginnt mit
einer Zeitreise in eine mittelalterlich anmutende Stadt. Ermöglicht hat
die Ausstellung die Klaus Tschira Stiftung. Zu sehen ist sie bis Februar
2027.
Konzipiert hat „Damals 1410“ das Grazer Kindermuseum FRida & freD. In der
zweitgrößten Stadt Österreichs feierte die Ausstellung vor einem Jahr
Premiere. Mehr als 34.000 große und kleine Besuchende waren begeistert.
Und das Beste: Die Begleitstudie der Universität Wien erbrachte bei ihnen
einen Zuwachs der Medienkompetenz zwischen 10 und 20 Prozent.

Zu Beginn reisen die Besucher mit einer Zeitmaschine ins Jahr 1410. Der
Sprung über mehr als 600 Jahre kostet jedoch zu viel Energie und die
Maschine bleibt stehen. Um zurückzukehren, muss die Batterie wieder
geladen werden. Eine freundliche Ratte begleitet das Spiel und fordert
dazu auf, die Stadt zu erkunden, Aufgaben zu lösen und Abzeichen sowie
Energie zu sammeln.

Das Konzept folgt den Regeln digitaler Spiele: Die Spieler tauchen in eine
erzählerische und visuelle Welt ein und helfen einer Figur, ein Problem zu
lösen. Belohnungen wie Abzeichen und Münzen sorgen für Spielfluss und
motivieren, weiterzumachen und neue Aufgaben zu meistern.

Medienkompetenz spielerisch erwerben

Die Zeitreisenden helfen etwa einem Baumeister beim Burgbau mit
Künstlicher Intelligenz, arbeiten als Influencer beim Schmied, versorgen
ein Pferd oder löschen ein Feuer. Für jede Station gibt es ein Abzeichen.
Jedes steht für eines von neun Feldern der Medienkompetenz: Datenschutz,
Werbung und Spam, Selbstwirksamkeit und Kooperation, Influencing, soziale
Kommunikation, Informationsquellen und Fake News, Selbstdarstellung sowie
Programmierung und In-App-Käufe. Am Ende werden die Abzeichen in Energie
für die Zeitmaschine umgewandelt.

Alev Dreger, Programm-Managerin Bildung bei der Klaus Tschira Stiftung ist
begeistert: „Wir freuen uns, ein Projekt zu ermöglichen, das Neugier weckt
und wissenschaftliche Themen spielerisch erfahrbar macht. Formate, die
Lernen mit allen Sinnen verbinden und Naturwissenschaft, Mathematik und
Informatik niedrigschwellig zugänglich machen, sind uns besonders wichtig.
Wir wünschen dem Team eine erfolgreiche Ausstellungszeit, viele
begeisterte Besucher und zahlreiche Entdeckungsmomente.“

Die Ausstellung richtet sich vor allem an Schulklassen und Familien.
Kinder ab acht Jahren können hier in geschütztem Rahmen die digitale Welt
erkunden und Medienkompetenz erwerben.

Autorin: Kirsten Baumbusch (kirsten.baumbusch@klaus-tschira-stiftung.de)
Mehr Informationen: https://junges-museum-frankfurt.de/damals1410