Deutsche Leberstiftung zum Weltgesundheitstag: Gemeinsam forschen für eine gesunde Leber
Der Weltgesundheitstag am 7. April wird jedes Jahr von der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufen, um weltweit auf zentrale
Gesundheitsfragen aufmerksam zu machen. Unter dem Motto „Together for
health. Stand with science“ („Gemeinsam für Gesundheit. Zur Wissenschaft
stehen“) steht 2026 die Bedeutung wissenschaftlicher Zusammenarbeit für
Fortschritte in der Medizin im Fokus. Auch in der Hepatologie sind
Forschung, Austausch und internationale Kooperationen von entscheidender
Bedeutung.
Die Deutsche Leberstiftung engagiert sich seit vielen Jahren für die
Verbesserung der Patientenversorgung bei Lebererkrankungen und nimmt den
Weltgesundheitstag zum Anlass, über ihre zahlreichen Aktionsfelder zu
informieren.
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit allen Fragen rund um das
lebenswichtige Organ Leber, Lebererkrankungen und deren Behandlung. Ziel
der Stiftung ist es, die Versorgung von Menschen mit Lebererkrankungen
nachhaltig zu verbessern. Dazu fördert die Stiftung wissenschaftliche
Forschung, vergibt verschiedene Stipendien und einen Publikations-Preis,
initiiert eigene wissenschaftliche Vorhaben und unterstützt
Forschungsprojekte. Mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit stärkt die
Stiftung das Bewusstsein für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt
und besser behandelt werden können. Darüber hinaus bietet die Deutsche
Leberstiftung Informationen und Beratung zu medizinischen Fragen für
Betroffene und ihre Angehörigen sowie für Ärzte und Apotheker.
Forschungsförderung: Stipendien und Preise für die Leberforschung
Ein zentraler Schwerpunkt der Stiftungsarbeit ist die Förderung von
Forschung und wissenschaftlicher Vernetzung. So unterstützt die Deutsche
Leberstiftung die Initiierung klinischer Projekte durch das Freistellungs-
Stipendium, fördert Kooperationen in der hepatologischen Forschung mit dem
Vernetzungs-Stipendium und zeichnet herausragende wissenschaftliche
Arbeiten mit dem Preis der Deutschen Leberstiftung aus. Erstmals im Jahr
2026 wurde zudem das „Michael Manns-Promotions-Stipendium“ vergeben – im
Andenken an Prof. Dr. Michael P. Manns (1951–2025), einen der Gründer und
langjährigen Vorsitzenden der Deutschen Leberstiftung. Mit diesem neuen
Stipendium werden Promotionsprojekte in der Hepatologie und somit der
wissenschaftliche Nachwuchs gezielt gefördert. Ziel all dieser Maßnahmen
ist es, neue Erkenntnisse zu gewinnen und die Behandlung von
Lebererkrankungen nachhaltig zu verbessern.
Wissenschaftliche Projekte und Netzwerke
Neben der Forschungsförderung führt und koordiniert die Deutsche
Leberstiftung auch eigene wissenschaftliche Projekte und
Studienplattformen. Dazu gehört unter anderem die German Alliance for
Liver Cancer (GALC), ein Netzwerk zur Erforschung der Lebertumoren, das
die klinisch-interdisziplinäre Zusammenarbeit stärkt. Im HepNet Study-
House werden Studien und Register zur Verbesserung der Therapie von
Lebererkrankungen – insbesondere der Virushepatitis – durchgeführt.
Wichtige Daten liefern außerdem das Deutsche Hepatitis C-Register, eines
der weltweit größten Register mit Real World-Daten zur Hepatitis
C-Therapie, sowie das Deutsche SLD-Register zur Erforschung der
Fettlebererkrankung (Steatotische Lebererkrankung; SLD). Beide Register
werden von der Deutschen Leberstiftung über die Leberstiftungs-GmbH
geführt. Ergänzt wird diese Arbeit durch das Netzwerk der Assoziierten
Ärzte, Wissenschaftler, Kliniken, Apotheker und Selbsthilfegruppen, das
den Austausch zwischen Forschung, Medizin und Patienten fördert. Darüber
hinaus veröffentlicht die Stiftung zweimal jährlich die Fachzeitschrift
„HepNet Journal“ und veranstaltet mit dem HepNet Symposium die Deutsche
Lebertagung, bei der sich Forschende, Ärzte sowie Betroffene über aktuelle
hepatologische Entwicklungen informieren und austauschen.
Forschung verändert die Behandlung von Lebererkrankungen
Ein eindrucksvolles Beispiel für den medizinischen Fortschritt durch
Forschung ist die Behandlung der Hepatitis C. Noch vor wenigen Jahren war
eine chronische Hepatitis C-Virusinfektion oft eine lebensbedrohliche
Erkrankung und ein häufiger Grund für eine Lebertransplantation. Heute
können moderne direkt wirkende antivirale Medikamente die Virusinfektion
bei 90 bis 100 Prozent der behandelten Patienten heilen – meist innerhalb
weniger Wochen und nahezu ohne Nebenwirkungen. Die erfolgreiche Therapie
verhindert in vielen Fällen schwere Spätfolgen wie Leberzirrhose oder
Lebertumoren und gilt als einer der größten therapeutischen Fortschritte
der modernen Hepatologie. Aktuelle Forschungen lassen ähnliche
Fortschritte bei anderen chronischen Lebererkrankungen, insbesondere bei
Hepatitis B und D sowie bei Fettlebererkrankungen, erwarten.
Wissenschaftliche Zusammenarbeit stärkt die Hepatologie
Lebererkrankungen zählen weltweit zu den häufigsten chronischen
Erkrankungen und können lange Zeit unbemerkt verlaufen. Umso wichtiger
sind wissenschaftliche Erkenntnisse, innovative Therapien und eine enge
Zusammenarbeit zwischen Forschung, Medizin und Gesundheitsorganisationen.
„Die großen Fortschritte der vergangenen Jahre zeigen, was möglich ist,
wenn Wissenschaft, Medizin und Gesellschaft gemeinsam handeln“, betont
Prof. Dr. Heiner Wedemeyer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen
Leberstiftung. „Die erfolgreiche Behandlung der Hepatitis C ist ein
eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Forschung Krankheiten sogar heilbar
machen kann. Dieses Engagement müssen wir auch für andere
Lebererkrankungen fortsetzen.“
Vernetzte Forschung für bessere Therapien
Erfolgsgeschichten wie das Deutsche SLD-Register oder das Deutsche
Hepatitis C-Register zeigen, wie sich der hohe Stellenwert der Deutschen
Leberstiftung in konkrete Projekte und wissenschaftliche Kooperationen
überträgt – auf Basis einer engen Zusammenarbeit in der hepatologischen
Forschung. Mit Forschung und Netzwerken trägt die Stiftung dazu bei, neue
Therapien zu entwickeln und Behandlungsergebnisse weiter zu verbessern.
Deshalb setzt sich die Deutsche Leberstiftung auch künftig dafür ein,
wissenschaftliche Projekte zu fördern, innovative Therapien zu
unterstützen und die öffentliche Aufmerksamkeit für Lebererkrankungen zu
stärken – ganz im Sinne des Weltgesundheitstages 2026.
Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen
und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch
Forschungsförderung, Forschungsvernetzung und wissenschaftliche Projekte
zu verbessern. Mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung
die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher
erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet
außerdem Information und Beratung in medizinischen Fragen. Auf der Website
finden Sie umfangreiche Informationen sowie Bildmaterial für Betroffene,
Interessierte, Angehörige der Fachkreise und Medienvertreter: https://www
.deutsche-leberstiftung.de.
UNSERE BUCHEMPFEHLUNGEN
„Das Leber-Buch“ informiert allgemeinverständlich und umfassend über die
Leber, Lebererkrankungen, Diagnosen und Therapien – in der fünften,
erweiterten und aktualisierten Auflage, 2025. Das Leber-Buch ist im
Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-8426-3043-7, € 22,00 [D].
„Das große Kochbuch für die Leber“ – 122 Rezepte mit allen wichtigen
Nährwertangaben; Küchentipps und Regeln für eine lebergesunde Ernährung –
in der zweiten, aktualisierten Auflage, 2026. Das Kochbuch ist im
Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-8426-3100-7, € 28,00 [D].
