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Vier Tage Zukunft geatmet: Pneumologie-Kongress mit mehr als 4.500 Teilnehmenden ein großer Erfolg

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Der diesjährige Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und
Beatmungsmedizin (DGP) ist mit großer Resonanz und zahlreichen fachlichen
Impulsen zu Ende gegangen. DGP-Präsident Prof. Christian Taube zog eine
rundum positive Bilanz und hob insbesondere die inhaltlichen Fortschritte
des Fachgebiets sowie die starke Beteiligung hervor. Ein besonderes
Highlight bleibt für den Präsidenten die Förderung des wissenschaftlichen
Nachwuchses: „Die Preisvergaben zeigen jedes Jahr, wie viele exzellente
auch junge Forschungsgruppen wir in Deutschland haben – von der
Grundlagenforschung bis zu klinischen Studien.“

Großen Zuspruch fand auch ein gemeinsam mit der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) organisierter Workshop zur
Forschungsförderung: „Wir möchten so ein großes Treffen natürlich auch
nutzen, jungen Kolleginnen und Kollegen gezielt Fördermöglichkeiten
aufzuzeigen“, resümiert Taube. „Natürlich habe ich so auch die Hoffnung,
dass diese Instrumente zukünftig von den Anwesenden genutzt werden, ihre
Forschung, aber auch die eigene Karriere weiter voranzubringen. Es war
sehr inspirierend!“

Nachwuchsforscher und Strukturreformen stärken die Fachgesellschaft

Zur Stärkung der eigenen Aktivität hat die Fachgesellschaft zudem seit
einigen Jahren die Sektionen neu strukturiert und in Assemblies
zusammengefasst. Diese Struktur bildete sich dieses Jahr zentral auf dem
Kongress ab. Die zentrale Platzierung der Sitzungen am Freitagmittag habe
zu einer deutlich höheren Beteiligung geführt, freute sich Präsident
Taube. „Das wird die DGP weiter stärken!“

Fortschritte in Leitlinien, Einführung des Lungenkrebsscreenings

Auch fachlich sieht die DGP die Pneumologie in einer dynamischen
Entwicklungsphase:
„Wir konnten zuletzt mehrere wichtige Leitlinien veröffentlichen –
darunter die S2k-Leitlinie zur COPD, zur Nachsorge nach
Lungentransplantation, die S2k-Leitlinie zur flexiblen Bronchoskopie sowie
erst gestern die S3-Leitlinie Tuberkuloseprävention bei neu zugewanderten
Menschen,“ so Taube.

Ein zentrales Thema des Kongresses war zudem das bevorstehende
Lungenkrebsscreening, das zum 1. April Kassenleistung wird: „Die
Einführung des Screenings hat auf dem Kongress großes Interesse erzeugt.
Als DGP sorgen wir dafür, dass Kolleginnen und Kollegen die Strukturen
kennenlernen und entsprechend zertifiziert werden. Gemeinsam mit dem
Ärzteverlag haben wir dafür ein niedrigschwelliges, kostenfreies Online-
Tutorial entwickelt“, berichtet der DGP-Präsident.

Kongresspräsidenten: Breites Themenspektrum und besonderes Miteinander

Auch die Kongresspräsidenten Prof. Rainald Fischer und Prof. Robert Bals
zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Tagung. „Wir haben sehr
viele Highlights erlebt – und es war hervorragend organisiert. Besonders
die Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen und die sehr gute Stimmung vor
Ort werden meine Erinnerung prägen“, sagte Fischer.

Bals betonte die inhaltliche Qualität des Programms: „Die Sessions waren
sehr gut besucht und so ausgewählt, dass mir alle Teilnehmende berichtet
haben, viel Neues mit zurück in Klinik und Praxis nehmen zu können – und
das freut uns als Kongresspräsidenten natürlich besonders. Genau das
hatten wir uns erhofft!“

„Wir wollten bewusst das Miteinander stärken – sowohl innerhalb der
Fachgesellschaft als auch im Umgang mit unseren Patientinnen und
Patienten. Moderne Medizin und menschliche Zuwendung gehören zusammen“, so
die Kongresspräsidenten, die ihren Kongress unter das Motto Zukunft atmen
– Innovation und Menschlichkeit gestellt hatten.

Positives Fazit

Nach intensiven Kongresstagen zogen die Verantwortlichen ein rundum
positives Fazit.
„Schön war’s!“, sagte Fischer. Und Bals ergänzte augenzwinkernd: „Jetzt
erst einmal tief durchatmen – und vielleicht eine Runde joggen gehen.“

Terminhinweis:
Nach München ist vor Köln: Der nächste Kongress der Deutschen Gesellschaft
für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) findet vom 3. bis 6. März 2027
in Köln statt.