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Die Erzählung von der gespaltenen Gesellschaft - Eröffnung der Frühjahrsakademie an der Uni Ulm

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Mit dem heutigen Eröffnungsvortrag „Verbinden statt spalten – gegen eine
Politik der Politisierung“ der Autorin Gilda Sahebi begann die 69.
Jahreszeitenakademie an der Uni Ulm. Dieses Mal steht die
Weiterbildungswoche für alle unter dem Motto "ZusammenLeben" und fragt
danach, was unsere Gesellschaft zusammenhält.

In dieser Woche (23. bis 26. März) widmet sich die Frühjahrsakademie an
der Universität Ulm unter dem Motto „ZusammenLeben. Verbinden statt
spalten“ dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und polarisierenden
Tendenzen. Rund 430 Teilnehmende im dritten Lebensalter verfolgen die
Vorträge und besuchen die weiteren Angebote. Organisiert wird die
Weiterbildungswoche vom Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche
Weiterbildung (ZAWiW) der Uni Ulm. Zum Auftakt sprach die Journalistin
Gilda Sahebi über die Erzählung von der gespaltenen Gesellschaft und
zeigte, dass diese doch besser funktioniert, als oft behauptet.

Begrüßt wurden die Teilnehmenden der diesjährigen Frühjahrsakademie am
Montagmorgen vom Geschäftsführer des ZAWiW, Dr. Markus Marquard, der auch
die weiteren Vormittagsvorträge vorstellte. Die Ulmer Kultur-
Bürgermeisterin, Iris Mann, steuerte ein Grußwort bei und lobte die
Zusammenarbeit zwischen Universität und Stadt. Professorin Rebekka
Hufendiek, Abteilungsleiterin des Humboldt-Zentrums für Philosophie und
Geisteswissenschaften der Universität, übernahm die Vorstellung der
Vortragenden, Gilda Sahebi.

„Verbinden statt spalten – gegen eine Politik der Politisierung“ hatte die
Politikwissenschaftlerin und Journalistin Sahebi ihren Vortrag
überschrieben – passend zum Thema der Akademiewoche und gleichlautend zum
Titel ihres neuesten Buches. In dem kurzweiligen Vortrag ging sie auf die
Erzählung von der gespaltenen Gesellschaft ein, die zwar oft zu hören ist,
aber sich weder in ihrem Alltag noch in empirischen Daten widerspiegelt.
„Erzählungen wie ‚Wir gegen die‘ oder ‚Gut gegen Böse“ wirken im
gesellschaftlichen Unterbewusstsein“, so Gilda Sahebi, die aufforderte,
sich mit diesen Erzählungen aktiv auseinander zu setzen, denn „autoritäre
Kräfte werden stärker und leben von ‚Gut gegen Böse‘“. Parteien und viele
Medien würden sich dem Gegeneinander verschreiben und das Gegenüber
diffamieren. Ihr Fazit lautete dann auch: „Ich glaube nicht an politische
Strukturen, ich glaube an die Gesellschaft.“

In den weiteren Vorträgen der 69. Akademiewoche an der Uni Ulm geht es um
Demokratiefeindlichkeit, Gerechtigkeit, Migration und
Vermögensbesteuerung. Alles Themen, die das Zusammenleben in einer
Gesellschaft ausmachen. Im Rahmenprogramm gibt es eine Ausstellung zu
„VielfALT – Perspektiven auf das Leben im Alter“ sowie eine kulturelle
Begleitveranstaltung, bei der gemeinsam gesungen wird. Nachmittägliche
Arbeitsgruppen sowie die beliebten „Mittwochsangebote“ ergänzen die
Akademiewoche.
Für die einzelnen Vorträge sind Karten zum Preis von je 15 Euro beim
ZAWiW-Sekretariat oder am Infopoint im Forum erhältlich. Studierende der
Uni Ulm können sich kostenfrei anmelden.