Zukunft der Arbeit: Digitale Anwendungen in der Arbeitsmedizin
Die elektronische Patientenakte (ePA) gibt in Notfallsituationen sofort
Antworten, wenn der Patient nicht sprechen kann. Telemedizin reduziert
Wartezeiten und bringt den Arzt via Tablet zum Patienten. Apps optimieren
das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM). VR-/AR-Trainings
ermöglichen praktische Erfahrungen, die sonst gar nicht hätten gesammelt
werden können. Zusammengefasst: Digitale Anwendungen entlasten die
Arbeitswelt bereits enorm. „Wir sprechen hier immerhin von 46 Millionen
Erwerbstätigen in Deutschland“, betont Arbeitsmedizinerin Prof. Susanne
Völter-Mahlknecht, Direktorin des Instituts für Arbeits-, Sozial- und
Präventivmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen.
„Das Thema geht uns also alle an. Und die Entwicklung schreitet rasant
voran!“
So bildet der Block Digitale Anwendungen in der Arbeitsmedizin einen
zentralen Schwerpunkt auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für
Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM), die am Mittwoch beginnt.
Adressiert werden unter anderem praxisnahe Lösungen für die
Digitalisierung arbeitsmedizinischer Prozesse – von KI-gestützter Vorsorge
bis hin zu immersiven Trainings. Der wichtigste Wissenschaftskongress für
Arbeits- und Umweltmediziner im deutschsprachigen Raum findet vom 18. bis
21. März 2026 am LMU Klinikum Campus Großhadern statt.
KI als Motor für die arbeitsmedizinische Forschung und
Gesundheitsversorgung
„Künstliche Intelligenz wird zudem zum Turbo für die Arbeitsmedizin: KI
erkennt Risiken frühzeitig und macht Prävention präzise,
adressatenorientiert, unternehmensspezifisch und dynamisch wie nie“,
unterstreicht Susanne Völter-Mahlknecht, die auch im DGAUM-Vorstand sitzt.
So seien die Gesundheitskosten in Deutschland laut Statistischem Bundesamt
allein zwischen 2023 und 2024 um rund 37 Milliarden Euro gestiegen – ein
Aufwärtstrend, mit dem weiter zu rechnen ist. „Wir brauchen Lösungen!
Gründe wie der demografischen Wandel, steigende Lebenserwartung und
wachsender Fachkräftemangel sind strukturell und machen skalierbare
Lösungen wie KI alternativlos“, zeigt Völter-Mahlknecht auf. Milliarden
Euro könnten Schätzungen zufolge aber jährlich durch automatisierte KI-
Lösungen eingespart werden. „Darüber müssen wir reden!“
Keynote sowie mehrere wissenschaftliche Symposien
In einer geplanten Keynote referiert direkt am Mittwochmittag Prof. Anita
Tisch als Expertin der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
(BAuA) über die wesentlichen Chancen und Herausforderungen der
Digitalisierung in der Arbeitsmedizin.
• Keynote Lecture: Digitale Anwendungen in der Arbeitsmedizin (auch
im Livestream)
Prof. Dr. Anita Tisch, Vizepräsidentin der BAuA
DGAUM-Jahrestagung, Campus Großhadern München
Hörsaal 7 / Online Raum 7
Mittwoch, 18. März
14:00 - 14:30 Uhr
Hierzu, sowie zu den weiteren wissenschaftlichen Symposien des
Schwerpunktthemas, lädt die DGAUM gerne auch Vertreterinnen und Vertreter
der Presse ein.
Informationen zur Jahrestagung sowie zum konkreten Tagungsprogramm finden
Sie unter: https://dgaum.de/jahrestagung/
Akkreditierung:
Selbstverständlich und sehr gerne akkreditieren wir ausgewiesene
hauptberufliche Journalistinnen und Journalisten für die Teilnahme an der
DGAUM-Jahrestagung 2026 in München – vor Ort oder online. Bitte senden
hierzu eine E-Mail mit Signatur des Mediums, für das Sie arbeiten,
und/oder angehängtem Presseausweis an <
Zubayr, Verantwortliche für die Verbandskommunikation, wird Ihnen dann die
Vor-Ort-Akkreditierung oder den Link für den Livestream übermitteln.
