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Berlin Battery Lab: BAM, HZB und HU forschen gemeinsam an Natrium- Batterien

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Die Bundesanstalt für Materialforschung und
-prüfung (BAM), das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und die Humboldt-
Universität zu Berlin (HU) haben heute das Berlin Battery Lab (BBL)
offiziell eingeweiht. In der neuen Forschungsplattform entwickeln und
testen BAM, HZB und HU gemeinsam rohstoffschonende Batterietechnologien
mit einem Fokus auf Natrium-Akkus. Gemeinsam werden neue Materialien
konzipiert, innovative Zellchemien erforscht und Batterieprototypen
gefertigt. Die Forschungsinfrastruktur des Berlin Battery Lab steht auch
externen Partner*innen aus Wissenschaft und Industrie offen und soll den
Weg von der Forschung in die Anwendung verkürzen.

Berlin hat sich in den vergangenen Jahren zu einem führenden Standort für
die Batterieforschung entwickelt. Insbesondere nachhaltige Alternativen
wie Natrium-Ionen- oder Lithium-Schwefel-Akkus rücken dabei zunehmend in
den Fokus.

Vor diesem Hintergrund bildet das Berlin Battery Lab eine zentrale
Plattform, die komplementäre Kompetenzen der beteiligten Einrichtungen
strategisch zusammenführt: Die BAM verfügt über international anerkannte
Expertise in der Batteriesicherheit und der Erforschung innovativer
Energiematerialien. Die HU zählt zu den führenden akademischen
Forschungseinrichtungen im Bereich von Natrium‑Ionen‑Batterien. Das HZB
bringt langjährige Erfahrung in der Forschung zu Lithium‑Schwefel-Akkus
ein und verfügt mit BESSY II über eine der weltweit leistungsfähigsten
Röntgenquellen zur Untersuchung batteriechemischer Prozesse.

Mit dem Berlin Battery Lab schaffen BAM, HU und HZB in der Hauptstadt eine
Forschungsumgebung, die Grundlagenforschung, Materialentwicklung,
Zellfertigung und Sicherheitstests an einem Standort systematisch
zusammenführt. Damit schließt das Berlin Battery Lab eine wesentliche
Lücke auf dem Weg zur industriellen Anwendung. Insbesondere Start-ups und
technologieorientierte Unternehmen sollen profitieren: Das Labor ist offen
für Kooperationen und soll die Entwicklung lokal produzierter,
nachhaltiger Batterietechnologien maßgeblich unterstützen.

Zur Einweihung erklärte die anwesende Wissenschaftssenatorin Dr. Ina
Czyborra: „Das Berlin Battery Lab steht beispielhaft für die Stärke
Berlins, Spitzenforschung und technologischen Bedarf gezielt
zusammenzuführen – in enger Kooperation dreier herausragender Akteure und
auf direktem Wege von der Forschung in die Anwendung. Batterieforschung
ist eine Schlüsseltechnologie in der High-Tech-Agenda. Das Berlin Battery
Lab stärkt die technologische Souveränität Deutschlands, indem es
Abhängigkeiten von kritischen Rohstoffen reduziert und die Resilienz
zentraler Wertschöpfungsketten erhöht. Diese gesamtstaatlichen Aufgaben
lassen sich nur im Schulterschluss bewältigen – mit einem klaren
gemeinsamen Engagement von Ländern und Bund, auch in Form passender
Förderinstrumente. Das Land Berlin unterstützt dieses Ziel sehr gern und
stellt für das Berlin-Battery-Lab in den Jahren von 2026 bis 2028 rund 2,4
Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)
zusätzlich zur Verfügung.“

Prof. Dr. Ulrich Panne, Präsident der BAM: „Viele neue
Batterietechnologien werden maßgeblich in Deutschland erforscht, finden
aber nicht schnell genug den Weg in die Anwendung. Genau hier setzt das
Berlin Battery Lab an: Wir bringen in Berlin Forschung, Entwicklung und
Zellbau zusammen, berücksichtigen dabei Sicherheitsaspekte und
Regelsetzung, um nachhaltige Innovationen in die Praxis zu bringen.“

Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Präsidentin der HU: „Batterien sind eine
Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige Energieversorgung der Zukunft.
Das Berlin Battery Lab bündelt nun die Expertise von drei herausragenden
Forschungseinrichtungen in diesem Bereich am Standort Berlin. Das Berlin
Battery Lab wird die gesamte Forschungskette abdecken, die Zusammenarbeit
mit Unternehmen erleichtern und die Prozesse bis hin zur praktischen
Anwendung beschleunigen. Das Berlin Battery Lab schafft Innovationen und
leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Lösung einer der zentralen
Herausforderungen unserer Zeit.“

Prof. Dr. Bernd Rech, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZB: „Im
Berlin Battery Lab bringen wir unsere unterschiedlichen Kompetenzen
zusammen, um die Entwicklung und den Technologietransfer in die Industrie
zu beschleunigen. Am HZB bauen wir dafür ein neues Pouch-Zellen-Labor für
Natrium-Ionen-Batterien auf und stellen neueste Charakterisierungsmethoden
an BESSY II zur Verfügung.“

Im Rahmen der Einweihung wurde Prof. Dr. Philipp Adelhelm (HU), neben Dr.
Tim-Patrick Fellinger (BAM) und Prof. Dr. Yan Lu (HZB) einer der drei
wissenschaftlichen Leiter des Berlin Battery Lab, mit einem
Wilhelm‑Ostwald‑Fellowship der BAM ausgezeichnet. Die nach dem
Nobelpreisträger Wilhelm Ostwald benannte Auszeichnung würdigt Adelhelms
Beiträge zur physikalischen Chemie der Batterien, insbesondere im Bereich
der Natrium‑Ionen‑Technologie. Das Fellowship ermöglicht eine vertiefte
wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen HU und BAM und stärkt den
interdisziplinären Austausch innerhalb des Berlin Battery Lab.