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Neues Programm für Ausgründungen aus Sozialwissenschaften

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Nicht alle Ideen aus den Sozialwissenschaften, die das Zusammenleben
verbessern können, finden den Weg in die Praxis. Die Technische
Universität München (TUM) unterstützt deshalb im neuen Programm Catalyst
GER Forschungsteams, die mit einer Ausgründung oder einer anderen Form des
Wissenstransfers nachhaltige gesellschaftliche Wirkung erzielen wollen.

Wie kann die Demokratie gestärkt werden? Mit welchen Mitteln kann die
öffentliche Gesundheit verbessert werden? Wie machen wir Städte und Dörfer
lebenswerter? Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler
entwickeln regelmäßig herausragende Ideen, die das Zusammenleben
verbessern können. Doch nicht immer werden diese Ideen auch umgesetzt.
Denn während zahlreiche Ausgründungen neue Technologien auf den Markt
bringen, fehlen beim Transfer von Wissen aus der Sozialforschung oft noch
etablierte Wege und Förderung.

Die TUM und der TUM Think Tank beteiligen sich deshalb neben sieben
anderen Universitäten an der Pilotausgabe des Programms Catalyst GER. Nach
einem britischen Vorbild unterstützt es Forschende aus den Sozial- und
Geisteswissenschaften dabei, Anwendungen und Zielgruppen für ihre
Ergebnisse zu finden und so eine deutliche, langfristige gesellschaftliche
Wirkung zu erzielen.

Dreistufiges Trainingsprogramm

Das Trainingsprogramm besteht aus drei Phasen. Zunächst bekommen
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem Onlinekurs Einblicke in
verschiedene Möglichkeiten und hilfreiche Werkzeuge für den
Wissenstransfer. Für die zweite Phase können sich Teams mit einem
konkreten Projekt bewerben. In den Workshops geht es nicht ausschließlich
um die Gründung von Start-ups. Auch Teams, die Beratung oder Weiterbildung
anbieten oder beispielsweise eine Initiative gründen wollen, können
unterstützt werden. Das vielversprechendste Team wird mit dem TUM SHAPE
Impact Award ausgezeichnet und in der dritten Phase besonders intensiv
gefördert.

Erfolgskonzept im Exzellenzwettbewerb

„Wir freuen uns darauf, neue Brücken zwischen Wissenschaft, Gesellschaft
und dem öffentlichen Sektor zu bauen und mit öffentlichen Institutionen,
NGOs, politischen Entscheidungsträgern und Sozialunternehmen
zusammenzuarbeiten – damit das an der Universität generierte Wissen reale
Wirkung entfalten kann“, sagt TUM-Präsident Thomas F. Hofmann. „Dies ist
ein zentraler Bestandteil unserer TUM AGENDA 2030+, die gerade als
Erfolgskonzept im deutschen Exzellenzwettbewerb ausgezeichnet wurde.“

Weitere Informationen:
Das Programm Catalyst GER, angeboten von SHAPE Impact Kollektiv, findet an
der TUM und an den Universitäten in Bochum, Dortmund, Duisburg/Essen,
Heidelberg, Kiel, Köln und Stuttgart statt.