Neues Forschungsprojekt: Psychische Gesundheit im Studien- und Promotionsverlauf
Vier Projektpartner, darunter die Pädagogische Hochschule Karlsruhe,
untersuchen im Rahmen von StuPsy, wie während Studium und Promotion
psychische Belastungen entstehen, wie sie Studier- und Promotionsverläufe
beeinflussen und welche Maßnahmen helfen können. Als Praxispartner sind
das Deutsche Studierendenwerk und der Deutsche Akademische Austauschdienst
eingebunden.
Wie beeinflusst psychische Gesundheit die Entscheidung für ein Studium
oder eine Promotion? Wie wirkt sie sich auf den Studien- und
Promotionserfolg aus? Und welche Anforderungen im Hochschulalltag belasten
die psychische Gesundheit? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt
des Verbundforschungsprojekts „Psychische Gesundheit im Studien- und
Promotionsverlauf: Problemlagen und Lösungsansätze“ (StuPsy), das kürzlich
an den Start ging. Es untersucht systematisch, wie psychische Belastungen
in diesen Lebensphasen entstehen, wie sie Studier- und Promotionsverläufe
beeinflussen und welche Maßnahmen helfen können.
Mentale Gesundheitsrisiken früh erkennen
Ziel des Forschungsprojekts ist es, wissenschaftlich fundiertes,
praxisrelevantes Wissen bereitzustellen, das Hochschulen dabei hilft,
mentale Gesundheitsrisiken früh zu erkennen, gezielt gegenzusteuern und
Studierende wie Promovierende wirksam zu unterstützen. StuPsy-
Verbundpartner sind das Deutsche Zentrum für Hochschul- und
Wissenschaftsforschung (Verbundleitung), die Pädagogische Hochschule
Karlsruhe (PHKA), die Fernuniversität in Hagen und die Universität Galway
(Irland). Als Praxispartner dabei sind das Deutsche Studierendenwerk und
der Deutsche Akademische Austauschdienst.
Studium oder Promotion kann stark belasten
„Ein Studium oder eine Promotion kann stark belasten. Stress,
Leistungsdruck, finanzielle Sorgen und unsichere Zukunftsaussichten führen
bei vielen Betroffenen zu spürbaren psychischen Herausforderungen. Aber
bislang mangelt es an Längsschnittstudien, die Aussagen über die
Entwicklung der psychischen Gesundheit zulassen“, sagt Martin Neugebauer.
Der Professor für Bildungssoziologie an der PHKA, der vergangenes Jahr in
den Vorstand der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung gewählt
wurde, hat StuPsy mitbeantragt.
Zusammen mit Christian Mielczarek, wissenschaftlicher Mitarbeiter am PHKA-
Institut für Empirische Bildungsforschung, untersucht er im Rahmen des
Forschungsprojekts unter anderem, welche psychischen Voraussetzungen
Studierende zu Beginn ihres Studiums mitbringen und wie sich ihre
psychische Gesundheit im Verlauf der Studienjahre entwickelt. Dabei
richtet das Forschungsteam besonderes Augenmerk auf vulnerable Gruppen und
mögliche Risikofaktoren für zunehmende psychische Belastungen.
StuPsy ist auf drei Jahre angelegt und wird vom Bundesministerium für
Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Weitere Informationen zum
Forschungsprojekt stehen zur Verfügung auf https://www.ph-
karlsruhe.de/projekte/stupsy.
Über die Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Als bildungswissenschaftliche Hochschule mit Promotions- und
Habilitationsrecht forscht und lehrt die Pädagogische Hochschule Karlsruhe
(PHKA) zu schulischen und außerschulischen Bildungsprozessen. Ihr
unverwechselbares Profil prägen der Fokus auf Bildung in der
demokratischen Gesellschaft, Bildungsprozesse in der digitalen Welt sowie
MINT in einer Kultur der Nachhaltigkeit. Rund 220 in der Wissenschaft
Tätige betreuen rund 3.400 Studierende. Das Studienangebot umfasst
Lehramtsstudiengänge für die Primarstufe und die Sekundarstufe I sowie
Bachelor- und Masterstudiengänge für andere Bildungsfelder. Die
berufsbegleitenden Weiterbildungsangebote zeichnen sich durch ihre
besondere Nähe zu Forschung und Praxis aus. https://www.ph-karlsruhe.de
