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ARL-Expert:innen zur Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg: Empfehlungen zur Raumentwicklung und Landesplanung

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Wirtschaftlicher Strukturwandel, demografische Veränderungen sowie Klima-
und Biodiversitätskrisen erhöhen den Druck auf Flächen und Raumnutzungen
in Baden-Württemberg. Mitglieder des Regionalen Forums Baden-Württemberg
der ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft
empfehlen der zukünftigen Landesregierung deshalb, die Landes- und
Regionalplanung in der kommenden Legislaturperiode deutlich zu stärken.

Anlässlich der Landtagswahl 2026 formulieren Expert:innen aus Praxis und
Wissenschaft zentrale Empfehlungen für die Raumentwicklung im Zeitraum
2026–2031. Sie argumentieren, dass viele Herausforderungen – etwa
wirtschaftlicher Strukturwandel, Klimaanpassung oder demografische
Veränderungen – nur mit sektorübergreifenden und überkommunalen Ansätzen
bewältigt werden können.

Zu den wichtigsten Vorschlägen gehört, den derzeit in Aufstellung
befindlichen Landesentwicklungsplan in der nächsten Legislaturperiode
abzuschließen und kontinuierlich zu aktualisieren. Zudem sollten die
kommunal getragenen Regionalverbände gestärkt und interkommunale
Kooperation rechtlich sowie strukturell besser unterstützt werden.

Strategische Raumplanung könne helfen, Zielkonflikte um Flächennutzungen
frühzeitig zu erkennen und öffentliche Mittel gezielter einzusetzen,
betonen die Autor:innen. Gleichzeitig plädieren sie für transparente
Beteiligungsverfahren, die auch bislang wenig repräsentierte
gesellschaftliche Gruppen stärker einbeziehen.

Erarbeitet wurde das Papier von Mitgliedern des Regionalen ARL-Forums
Baden-Württemberg, in dem Fachleute aus Planungspraxis und Wissenschaft
zusammenarbeiten. Autor:innen sind Wolf Engelbach, Dirk Seidemann, Jörn
Birkmann, Maleen von Au, Annika Hiller, Marc Heptig und Barbara Warner.