Professorinnenprogramm 2030: Hochschule Merseburg überzeugt mit Gleichstellungskonzept
Die Hochschule Merseburg gehört zu den 44 Hochschulen bundesweit, die in
der dritten und finalen Auswahlrunde des Professorinnenprogramms 2030 von
Bund und Ländern mit ihren Gleichstellungskonzepten überzeugen konnten.
Damit hat die Hochschule die Möglichkeit, bis zum 30. September 2027
Anträge für bis zu drei Anschubfinanzierungen zur Erstberufung von
Wissenschaftlerinnen auf unbefristete Professuren zu stellen.
„Das Professorinnenprogramm 2030 wird wichtige Impulse für die
Gleichstellungsarbeit unserer Hochschule setzen. Es stärkt unser
Engagement, Chancengerechtigkeit und Teilhabe in der Wissenschaft
nachhaltig zu verankern und die dafür notwendigen Kultur- und
Strukturprozesse weiterzuentwickeln“, betont Prof. Dr. Markus Krabbes,
Rektor der Hochschule Merseburg.
Förderprogramm eröffnet neue Möglichkeiten für Berufungen
Über die eingereichten Gleichstellungskonzepte für Parität entschied ein
externes, unabhängiges Begutachtungsgremium. Hochschulen, deren Strategien
und Maßnahmen überzeugen konnten, erhalten nun die Möglichkeit,
Fördermittel für die Berufung von Professorinnen zu beantragen. Die
Förderung erfolgt über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren.
Professorinnenprogramm stärkt Gleichstellung strukturell
Das Professorinnenprogramm ist seit 2008 das zentrale Programm von Bund
und Ländern zur Förderung der Gleichstellung in der Wissenschaft. Ziel ist
es, den Anteil von Professorinnen in Richtung Parität zu erhöhen,
Wissenschaftlerinnen in frühen Karrierephasen gezielt zu fördern und die
Gleichstellung von Frauen und Männern strukturell stärker in den
Hochschulen zu verankern. Neben der Förderung von Professuren stehen
insbesondere gleichstellungsfördernde Maßnahmen, ein strategisches
Berufungsmanagement, die Unterstützung in verschiedenen
Qualifikationsphasen sowie Gendercontrolling und institutionelle
Verankerung im Fokus. Dafür stellen Bund und Länder bis 2030 insgesamt 320
Millionen Euro über eine Laufzeit von acht Jahren bereit.
Hochschule Merseburg baut Gleichstellungsarbeit weiter aus
Die Hochschule Merseburg engagiert sich bereits seit vielen Jahren für
Chancengerechtigkeit und hat auch in der vergangenen Förderperiode Mittel
aus dem Programm eingeworben. Aktuell liegt der Frauenanteil an den
Professuren an der Hochschule bei rund 28 Prozent. Die Teilnahme am
Professorinnenprogramm 2030 bietet die Möglichkeit, bestehende Aktivitäten
weiter auszubauen und neue Maßnahmen zu entwickeln, die langfristig zu
strukturellen und kulturellen Veränderungen beitragen.
„Wir freuen uns sehr über die positive Begutachtung im Rahmen des
Professorinnenprogramms 2030. Damit sind wertvolle Chancen verbunden, die
Gleichstellungsarbeit an unserer Hochschule weiterzuentwickeln“, sagt
Katja Labow, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte an der Hochschule
Merseburg.
Auch auf Landesebene wird die Bedeutung solcher Programme hervorgehoben.
Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann betont,
dass Frauen Studium, Forschung und Lehre maßgeblich prägen, bei
Professuren jedoch weiterhin unterrepräsentiert sind. Mit einem Anteil von
rund 27 Prozent an Professuren im Land besteht weiterhin Potenzial für
mehr Geschlechtergerechtigkeit in wissenschaftlichen Spitzenpositionen.
