Stadt im Fluss: Ausstellung zu 800 Jahre Leipziger Wassergeschichte eröffnet
Die Sonderausstellung verbindet Stadtgeschichte, Naturraum und
Wissenschaft zu einem Gesamtbild: Leipzig – eine Stadt im Fluss: Vom 11.
März bis 17. Mai 2026 zeigt das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig
gemeinsam mit der Universität Leipzig und dem Leibniz-Institut für
Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) die Ausstellung "Stadt
im Fluss. 800 Jahre Leipziger Wassergeschichte" im Haus Böttchergäßchen
des Museums (Böttchergäßchen 3, 04109 Leipzig).
Wie formt das Wasser eine Stadt – und wie formt die Stadt ihr Wasser? Die
Ausstellung führt Besucher:innen durch acht Jahrhunderte Leipziger Wasser-
und Landschaftsgeschichte. Anhand historischer Karten, technischer Geräte,
archivalischer Dokumente und moderner Forschung zeigt sie, wie eng
Leipzigs Entwicklung mit seinen Flüssen verwoben ist. "Wer schon immer mal
wissen wollte, was es mit den Leipziger Gräben und dem Auwald auf sich
hat, erfährt das in unserer Ausstellung. Sie zeigt die jahrhundertealte
Verflechtung von Stadt und Wasser, mit ihren Chancen und Risiken. Wir
tauchen tief in die Geschichte ein, um das heutige Leipzig zu verstehen.
Dabei vermitteln wir auch, wie unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse
entstehen", sagt Projektleiterin Prof. Dr. Julia Schmidt-Funke,
Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit der Universität Leipzig.
Im Mittelpunkt stehen die Flussläufe von Pleiße, Elster und Parthe und die
tiefgreifenden Eingriffe des Menschen: vom mittelalterlichen Ausbau der
Mühlgräben über frühe Trinkwassersysteme und technische Innovationen bis
hin zu Konflikten um Nutzung, Verschmutzung und Hochwasser. Kartenwerke
des 16. bis 18. Jahrhunderts lassen die Vielfalt und Dynamik der Leipziger
Auenlandschaft lebendig werden.
Zugleich wirft die Ausstellung einen Blick auf Risiken und Umweltprobleme
der Vergangenheit – extreme Hochwasser, fehlende Hygiene oder die
Belastung der Gewässer durch Handwerksbetriebe. Ein eigener Bereich widmet
sich dem Entstehen und Wandel wissenschaftlichen Wissens:
Sedimentbohrkerne, Mikroskoppräparate und moderne Analysen zeigen, wie
Forschende heute Flussgeschichte rekonstruieren und Umweltveränderungen
sichtbar machen.
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der Vergangenheit – extreme Hochwasser, fehlende Hygiene oder die
Belastung der Gewässer durch Handwerksbetriebe. Ein eigener Bereich widmet
sich dem Entstehen und Wandel wissenschaftlichen Wissens:
Sedimentbohrkerne, Mikroskoppräparate und moderne Analysen zeigen, wie
Forschende heute Flussgeschichte rekonstruieren und Umweltveränderungen
sichtbar machen.
Die Ausstellung ist im Rahmen des Forschungsprojekts „Leipzig, eine Stadt
im Fluss – Urban-fluviale Symbiose in einer Langzeitperspektive“
entstanden, eines Forschungsvorhabens der Professuren für Geschichte der
Frühen Neuzeit und für Physische Geographie der Universität Leipzig, sowie
der Abteilung Mensch und Umwelt des Leibniz-Institut für Geschichte und
Kultur des östlichen Europa (GWZO), das von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft im Schwerpunktprogramm 2361 „Auf dem Weg zur
fluvialen Anthroposphäre“ gefördert wird.
