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Neue Theorie zur schnellen Messung der Schneedichte

Messen mit Infrarot: Der Prototyp des SnowImagers im Einsatz.  Quelle: Bruno Augsburger
Messen mit Infrarot: Der Prototyp des SnowImagers im Einsatz. Quelle: Bruno Augsburger
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SLF entwickelt Basis, um Schneedichte mit Infrarotlicht zu messen. Das ist
relevant für Klima- und Lawinenforschung. Auch die Fernerkundung kann so
präzisere Daten liefern, sogar bei Messungen per Satellit.
Forschende des SLF haben die theoretische Basis für eine neue Methode
entwickelt, mit der sie die Dichte des Schnees bestimmen.

«Die Messgrösse
ist beispielsweise wichtig für Klimawissenschaft, Hochwasser-, und
Lawinenprognose», sagt SLF-Forscher Lars Mewes. Bislang war es jedoch
aufwändig, die Dichte der Schneedecke Schicht für Schicht zu bestimmen.
Das neue Verfahren spart Zeit und ist gleichzeitig präzise. Mit dem am SLF
entwickelten SnowImager nutzt er die Streuung von Nah-Infrarotlicht
innerhalb der Schneedecke, um ein hochaufgelöstes Profil der Dichte der
Schneedecke zu bestimmen.

Von der Schneeforschung zum Satelliten

Mewes sieht noch weitere Anwendungen für seine Arbeit, abseits der
Schneeforschung. Denn seine Theorie erweitert unser Verständnis, wie Licht
unterhalb der Oberfläche von Objekten gestreut wird. So profitieren auch
andere von seinem Ansatz, erklärt der Forscher: «Bei der Fernerkundung bis
hin zu Messungen per Satellit ist es wichtig, zu wissen, wie Licht
unterhalb von Oberflächen gestreut wird.»

Originalpublikation:
https://www.nature.com/articles/s42005-026-02490-1