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Nutztier - Forum 2026: „Wer Tierhaltung will, muss Forschung stärken“

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Beim Nutztierforum 2026 am Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN)
in Dummerstorf hat Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschafts- und
Umweltminister Dr. Till Backhaus ein klares Bekenntnis zur Zukunft der
Nutztierhaltung abgegeben – und zugleich vor ideologischen Debatten
gewarnt.

„Nutztierhaltung ist ein tragender Pfeiler unserer Landwirtschaft, unserer
Ernährungssicherheit und unserer ländlichen Räume. Sie sichert
Wertschöpfung, Arbeitsplätze und eine verlässliche regionale Versorgung“,
erklärte Backhaus zur Eröffnung der Veranstaltung.“

Unter dem Titel „Der Tierhaltung eine Zukunft geben“ diskutieren am 26.
und 27. Februar Expertinnen und Experten aktuelle Herausforderungen der
tiergerechten Aufzucht von Rindern und Schweinen – von pränatalen
Einflüssen über Fütterungsstrategien bis hin zu Zuchtzielen und
Tiergesundheit. Auch Bundeslandwirtschaftsminister Rainer überbrachte
Grüße und sendete eine Videobotschaft an die Teilnehmenden, in der die
Relevanz der Nutztierforschung, vor allem aber auch des Standorts
Dummerstorf betonte.

Tierhaltung stärkt Stabilität und Versorgungssicherheit

Backhaus verwies auf die ökonomische Dimension: Tiere und tierische
Erzeugnisse erwirtschaften bundesweit 39,3 Milliarden Euro – mehr als die
Hälfte des landwirtschaftlichen Produktionswertes. „In einer Welt voller
Unsicherheiten können wir es uns nicht leisten, unsere eigene
Lebensmittelproduktion leichtfertig zu schwächen. Ernährungssicherheit
beginnt im Stall – und sie endet nicht an der Supermarktkasse.“
Mecklenburg-Vorpommern mit seinen modernen und leistungsfähigen
Betriebsstrukturen übernehme hierbei eine besondere Verantwortung – und
biete zugleich große Chancen für Innovation und nachhaltige Entwicklung.

Nutztierstrategie: Umbau statt Abbau

Mit der Nutztierstrategie Mecklenburg-Vorpommern hat das Land einen klaren
Kurs eingeschlagen: Tierhaltung stärken und weiterentwickeln – statt
abbauen. „Wir wollen mehr Tierwohl, bessere Haltungsbedingungen und
resiliente Systeme. Aber wir wollen keine Politik, die Betriebe in die
Knie zwingt und Produktion ins Ausland verlagert.“ Backhaus betonte, dass
Klimaschutz, Tierwohl und Wirtschaftlichkeit zusammen gedacht werden
müssten. Der Umbau der Tierhaltung soll planbar, praxisnah und
wettbewerbsfähig gestaltet werden. So bleiben Wertschöpfung und Know-how
in der Region – und zugleich werden hohe Standards bei Tierwohl und Umwelt
gesichert.

Forschung als Schlüssel zur Akzeptanz

Der Minister unterstrich die herausragende Rolle des FBN in Dummerstorf:
„Ohne wissenschaftlich fundierte Lösungen wird es keine gesellschaftliche
Akzeptanz geben. Das FBN forscht vom Tier her – und genau das brauchen
wir: Wissen statt Schlagworte.“

Bund und Land investieren seit Jahren erhebliche Mittel in den Standort.
Allein die baulichen Investitionen belaufen sich auf rund 45 Millionen
Euro; hinzu kommen jährliche Haushaltsmittel von rund 22 Millionen Euro.
Backhaus machte deutlich: „Wer Tierhaltung weiterentwickeln will, muss in
Forschung investieren – in Innovation, Wissen und tragfähige Lösungen.“

FBN-Vorstand Prof. Klaus Wimmers ergänzt: „Die tiergerechte Aufzucht von
Kälbern und Ferkeln ist ein zentrales, wissenschaftlich belegtes Fundament
für gesunde, leistungsfähige und resilientere Tiere. Beim Nutztier-Forum
2026 bündeln wir Erkenntnisse aus vorgeburtlichen Einflüssen,
Fütterungsstrategien, Zuchtplanung und tiergerechter Praxis, um gemeinsam
praktikable Wege zu entwickeln, die Tierwohl, Gesundheit und nachhaltige
Produktion verbinden. Die Forschung am FBN liefert dafür evidenzbasierte
Antworten – für eine zukunftsorientierte Nutztierhaltung.“

Tiergerechte Aufzucht: Fundament der Zukunft

Im Mittelpunkt des Forums steht die tiergerechte Aufzucht von Rindern und
Schweinen. Gerade in der sensibelsten Lebensphase würden Gesundheit,
Leistungsfähigkeit und Resilienz geprägt. „Tiergerechtheit heißt, das Tier
ernst zu nehmen – biologisch, physisch und ethisch. Das ist kein Gegensatz
zur Wirtschaftlichkeit. Es ist die Voraussetzung für langfristigen
Erfolg.“ Abschließend stellte Backhaus klar: „Wir brauchen eine sachliche
Debatte über Tierhaltung – keine ideologischen Scheuklappen. Mecklenburg-
Vorpommern steht für eine moderne, verantwortungsvolle und wirtschaftlich
tragfähige Nutztierhaltung. Und wir werden alles dafür tun, dass sie auch
in Zukunft eine Perspektive hat.“