Zum Hauptinhalt springen

Von der Idee in den Versorgungsalltag: Regionale Living Labs unterstützen die Einführung digitaler Anwendungen

Pin It

Digitale Innovationen versprechen bedeutende Fortschritte für die
medizinische Versorgung – doch ihr Weg in die Regelversorgung ist oft
herausfordernd. Genau hier setzte das EU-geförderte Interreg-Projekt
„Health Labs4Value“ (HL4V) an: In den vergangenen drei Jahren wurden
digitale Lösungen gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten sowie weiteren
Akteuren im Versorgungsalltag entwickelt und erprobt.

Um diesen Transfer
von Innovationen in die Praxis gezielt voranzutreiben, hat in Ostsachsen
die Carus Consilium Sachsen GmbH (CCS) gemeinsam mit dem
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden eines von fünf europäischen
Living Labs etabliert.

Das Gesundheitswesen in Europa steht vor tiefgreifenden Herausforderungen:
Der demografische Wandel, die wachsende Prävalenz chronischer Erkrankungen
und der Fachkräftemangel erfordern neue Versorgungsmodelle, die Effizienz,
Qualität und Patientenorientierung gleichermaßen berücksichtigen. Im
Rahmen des EU-geförderten Interreg-Projekts „Health Labs4Value“ sind in
insgesamt fünf mitteleuropäischen Ländern (Ungarn, Slowenien, Tschechische
Republik, Deutschland und Polen) sogenannte Living Labs entstanden. In
diesen arbeiten Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, klinischer
Versorgung und täglicher Praxis sowie Nutzende der Lösung Hand in Hand
zusammen. Ein Ziel dabei ist es innovative Ansätze nicht nur theoretisch
zu entwickeln, sondern sie unter realen Bedingungen auf ihre Wirksamkeit
und ihren Nutzen für Patientinnen und Patienten als auch das Personal zu
prüfen.

Durch die Nutzung eines Living Lab, das gemeinsam von der Carus Consilium
Sachsen GmbH und dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden in
Ostsachsen etabliert wurde, konnte seit März 2023 die Entwicklung der
digitalen Lösung ActiveTEP prototypisch unterstützt und interdisziplinär
getestet werden. Die App bindet Anwendende aktiv in ihren Genesungsprozess
ein und gewährleistet eine durchgängige Begleitung von der Diagnose bis
zur vollständigen Mobilität nach der Operation. So stärkt sie die
Selbstverantwortung der Patientinnen und Patienten, entlastet
medizinisches Personal und verbessert nachweislich die
Behandlungsergebnisse im Sinne einer wertorientierten Versorgung. „Durch
das Living Lab in unserer Gesundheitsregion Ostsachsen haben wir einen
Raum geschaffen, in dem Innovationen ihre Praxistauglichkeit beweisen
müssen“, erklärt Johannes Klaus, Geschäftsführer der Carus Consilium
Sachsen GmbH. „Nur wenn neue Lösungen direkt vor Ort funktionieren und
einen echten Mehrwert für Patientinnen und Patienten bieten, können sie
nachhaltig im Gesundheitssystem verankert werden“, ergänzt Prof. Uwe
Platzbecker, Medizinischer Vorstand am Universitätsklinikum Dresden. Das
Projekt HL4V unterstreiche damit die Bedeutung der engen Verzahnung von
Forschung und Praxis für eine moderne Gesundheitswirtschaft.

Living Lab Ostsachsen sucht innovative Gesundheitslösungen
Auch nach dem offiziellen Projektende im Februar 2026 wirken die
aufgebauten Strukturen von HL4V nachhaltig weiter: Die fünf europäischen
Living Labs bleiben als Lern- und Innovationsplattformen bestehen und
bilden gemeinsam ein starkes mitteleuropäisches Netzwerk für eine
wertorientierte Gesundheitsversorgung.

Vor diesem Hintergrund lädt die Carus Consilium Sachsen GmbH Start-ups,
Unternehmen und Entwicklerteams aus dem Bereich Digital Health zu einem
fachlichen Austausch ein. Die CCS GmbH bringt ihre Erfahrungen aus der
Entwicklung und Erprobung digitaler Anwendungen im Versorgungsalltag ein –
insbesondere zur nutzerzentrierten Weiterentwicklung, zur Einbindung von
Patientinnen und Patienten sowie von Fachpersonal und praxistauglichen
Vorgehensweisen. Interessenten können sich an folgende E-Mail-Adresse
wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Über Health Labs4Value
Das Projekt Health Labs4Value wurde seit März 2023 mit einer Laufzeit von
drei Jahren über das Interreg Central Europe Programm finanziert. Das Ziel
des Innovationsprojektes ist die Verbesserung der Patientenversorgung, der
Sicherheit und Effizienz. Die neu eingeführten digitalen
Versorgungslösungen werden so auch erhebliche Auswirkungen auf den
Gesundheitssektor in Europa, Deutschland und Sachsen haben. Das vom
INTERREG Central Europe Programm finanzierte Projekt Health Labs4Value
zielt darauf ab, das Gesundheitssystem durch den Einsatz der Methoden
Living Labs und Co-Creation zu verbessern.