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Drei neue Studiengänge am Fachbereich Gesundheit der HSBI

Der Fachbereich Gesundheit der HSBI stellt sich neu auf. Zum Wintersemester 2026/2027 werden drei neue Studiengänge angeboten. Sie richten sich an angehende Führungskräfte im Gesundheitswesen.  Copyright: P. Pollmeier/HSBI
Der Fachbereich Gesundheit der HSBI stellt sich neu auf. Zum Wintersemester 2026/2027 werden drei neue Studiengänge angeboten. Sie richten sich an angehende Führungskräfte im Gesundheitswesen. Copyright: P. Pollmeier/HSBI
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Zum kommenden Wintersemester 2026/2027 erweitert die HSBI ihr
Studienangebot am Fachbereich Gesundheit um drei Bachelorstudiengänge:
„Angewandte Therapiewissenschaften Ergo- und Physiotherapie“, „Management
und Beratung im Gesundheitswesen“ sowie den reformierten Studiengang
„Berufspädagogik Pflege und Therapie“. Interprofessionelles Arbeiten, hohe
Praxisanteile und die Vermittlung von Führungskompetenzen zeichnen die
drei Studiengänge aus. Damit integriert die HSBI wichtige Zukunftsthemen
in ihr Studienangebot für angehende Fachkräfte im Gesundheitswesen.

Bielefeld (hsbi). Faktoren wie Digitalisierung, Fachkräftemangel und
steigende Anforderungen an die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen
Professionen verändern das Gesundheitswesen derzeit nachhaltig. Die
Hochschule Bielefeld (HSBI) reagiert auf diesen Wandel mit einem
erweiterten Studienangebot am Fachbereich Gesundheit. Zum Wintersemester
2026/2027 werden erstmals der ausbildungs- und berufsbegleitende
Studiengang „Angewandte Therapiewissenschaften Ergo- und Physiotherapie“
sowie der Bachelorstudiengang „Management und Beratung im
Gesundheitswesen“ angeboten. Auch der Bachelorstudiengang „Berufspädagogik
Pflege und Therapie“ wurde in seinen inhaltlichen Schwerpunkten angepasst
und startet in neuer Form erstmals im kommenden Wintersemester. „Unsere
neuen Studiengänge bereiten die Studierenden auf Führungspositionen,
beratende sowie lehrende Tätigkeiten im Gesundheitswesen vor“, betont
Professor Dr. Helen Strebel, Leiterin des Studiengangs Angewandte
Therapiewissenschaften Ergotherapie und Physiotherapie. Alle drei
Studiengänge wurden so konzipiert, dass sich nach dem Abschluss
weiterführende Masterstudiengänge anschließen lassen.

Angewandte Therapiewissenschaften Ergo- und Physiotherapie

Der Bachelorstudiengang „Angewandte Therapiewissenschaften Ergotherapie
und Physiotherapie“ richtet sich an Auszubildende und Berufstätige einer
der beiden Professionen und wird ausbildungs- und berufsbegleitend
angeboten. In dreieinhalb Jahren vertiefen die Studierenden ihr
therapeutisches Wissen, erwerben wissenschaftliche Kompetenzen und lernen,
komplexe Behandlungsprozesse kritisch zu reflektieren. Das Studium baut
auf der Berufsausbildung auf, erkennt Ausbildungsinhalte an und ermöglicht
im Studienverlauf die Wahl zwischen den Schwerpunkten Ergotherapie und
Physiotherapie, sodass die Inhalte der Herkunftsprofession zentral
bleiben. Das Studium findet nach Abschluss der Ausbildung an zwei festen
Tagen pro Woche statt, sodass es neben einer Berufstätigkeit absolviert
werden kann.

„Deutschland ist eines von nur vier Ländern weltweit, in denen Ergo- und
Physiotherapeut:innen noch keinen Studienabschluss benötigen“, erklärt
Helen Strebel. „Unser neues Angebot ist ein erster Schritt, um zum
internationalen Standard aufzuschließen, sodass die Vorteile der
Akademisierung wie beispielsweise die professionsspezifische Forschung
sowie eine bessere Durchlässigkeit von wissenschaftlicher
Gesundheitsforschung in die Praxis auch hierzulande mehr und mehr zum
Tragen kommen.“ Damit nicht genug: Das Studium eröffnet den Studierenden
Perspektiven auf dem internationalen Arbeitsmarkt, darüber hinaus bietet
es ihnen die Möglichkeit, die noch jungen wissenschaftlichen Professionen
aktiv mitzugestalten und sich auf zukünftige Entwicklungen vorzubereiten.

Für das Studium „Angewandte Therapiewissenschaften Ergo- und
Physiotherapie“ wird der Besuch einer Berufsfachschule für Ergotherapie
oder Physiotherapie im zweiten Ausbildungsjahr oder eine abgeschlossene
Berufsausbildung in der Ergo- oder Physiotherapie vorausgesetzt.

Management und Beratung im Gesundheitswesen

Weiterentwickelt aus einem der drei Schwerpunkte des Studiengangs
„Gesundheit“, wird im kommenden Wintersemester erstmals der Bachelor
„Management und Beratung im Gesundheitswesen“ an der HSBI angeboten. Der
Studiengang richtet sich an Fachkräfte mit einer abgeschlossenen
Ausbildung in einem Gesundheitsberuf. „Wir öffnen den Studiengang für
Interessierte aus nahezu allen Gesundheitsfachberufe, die ihre
Qualifikationen nach der Ausbildung erweitern und Veränderungsprozesse in
Organisationen anstoßen oder Führungsverantwortung übernehmen wollen“,
erklärt Studiengangsleiterin Prof. Dr. Elena Bender.

Im Studiengang „Management und Beratung im Gesundheitswesen“ ist die
Organisationsentwicklung im Gesundheitssektor zentrales Thema. Damit
ergänzt der Fachbereich Gesundheit der HSBI sein Studienangebot um einen
neuen Schwerpunkt und hat mit Elena Bender eine Expertin auf diesem Gebiet
als Professorin gewinnen können. Damit die künftigen Absolvent:innen des
Studiengangs gezielt Weiterentwicklungsprozesse im Gesundheitswesen
anstoßen können, werden ihnen im Studium umfassende Kenntnisse in
Personalführung, Projektmanagement und Kommunikation vermittelt. Im
Studium besteht zudem die Möglichkeit, an einer Qualitätsmanagement-
Zertifizierung des TÜV teilzunehmen.

Ein besonderer Praxisfokus zeichnet diesen Studiengang aus: Ab dem vierten
Semester absolvieren Studierende drei Praxismodule, in denen sie ihr
Wissen in Projekten anwenden und vertiefen. „Beispielsweise kann die
Konzipierung und Implementierung eines betrieblichen
Gesundheitsmanagements in einer Organisation ein Projektthema sein, dass
sich als roter Faden durch die drei Projektphasen zieht“ erklärt Prof. Dr.
Michaela Brause, die als Gesundheitswissenschaftlerin Expertin für dieses
Thema im Studiengang ist. Durch zwei feste Studientage pro Woche ist das
Ziel, den Studierenden auch während des Studiums eine berufliche Tätigkeit
zu ermöglichen, um eine direkte Verzahnung derInhalte aus Theorie und
Praxis zu fördern.

Berufspädagogik Pflege und Therapie

Mit dem Bachelorstudium „Berufspädagogik Pflege und Therapie“ eröffnet die
Hochschule Bielefeld Gesundheitsfachkräften den Weg in die Lehre. Das
Studium richtet sich an Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung in
der Pflege oder einem therapeutischen Beruf, die an Berufsfachschulen des
Gesundheitswesens unterrichten und Lernende in der Praxis begleiten
möchten. Neben pädagogischen und didaktischen Kompetenzen entwickeln die
Studierenden auch vertiefte fachliche Kompetenzen.

Ein Orientierungspraktikum an einer Pflege- oder Therapiefachschule oder
in einer Klinik sowie eine Projektphase in Zusammenarbeit mit einer
medizinischen Einrichtung sind feste Bestandteile des Bachelorstudiums,
welches an drei festgelegten Tagen pro Woche stattfindet. Im
anschließenden Masterstudium ist zudem ein Praxissemester vorgesehen, in
dem Studierende, ähnlich wie im Referendariat in der
Lehrer:innenausbildung, die eigenen Lehrkompetenzen praktisch erweitern
können. „Nach dem Studium ergibt sich für die Absolvent:innen die
Möglichkeit, einen neuen Arbeitsfokus im Gesundheitswesen zu setzen. Sie
können weiterhin in der Versorgung von Patient*innenarbeiten oder aus
einer Gesundheitseinrichtung in eine Bildungseinrichtung im
Gesundheitswesen wechseln“, erklärt die Studiengangsleiterin Prof. Dr.
Beate Klemme.

Studiengangskonzepte, passend zu aktuellen Anforderungen des
Gesundheitswesens

Das neue Studienangebot am Fachbereich Gesundheit der HSBI richtet sich
insbesondere an Personen mit einer Berufsausbildung in einem
Gesundheitsberuf und bietet die Weiterentwicklung auf akademischem Niveau
in verschiedene Richtungen an. Statt wie bisher verschiedene Schwerpunkte
in einem gemeinsamen Studiengang zu entwickeln, wurden mit den drei neuen
Studiengängen passgenauere Studienangebote geschaffen. Dennoch besteht
zwischen den verschiedenen Disziplinen im Studium an der HSBI ein
regelmäßiger Austausch, denn der Fachbereich Gesundheit bietet bestimmte
Module studiengangsübergreifend an. „Im Alltag im Gesundheitswesen
arbeitet man häufig in Kooperationen mit Kolleg:innen aus anderen
Fachrichtungen zusammen und bezieht deren Perspektiven in die eigene
Arbeit ein. Notwendige Schnittstellenkompetenzen für die
interprofessionelle Zusammenarbeit werden durch die gemeinsamen Module bei
uns schon im Studium vermittelt“, so Prof. Dr. Helen Strebel. Die drei
neuen Bachelorstudiengänge starten erstmals zum Wintersemester 2026/2027.
Eine Bewerbung ist vom 01. Juni bis zum 15. Juli möglich.