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KI-gestützte Ökobilanzen in der Kreislaufwirtschaft von Batterien: Projekt »DiVaBatt« ist gestartet

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Wie können relevante Daten von Batterien entlang der gesamten
Wertschöpfungskette digital erfasst, verknüpft und für fundierte
Entscheidungen nutzbar gemacht werden? In der Praxis fehlen bislang oft
durchgängige Informationen darüber, welche Materialien verbaut sind,
welchen ökologischen Fußabdruck eine Batterie hat und wie geeignete
Verwertungsstrategien aussehen. Genau hier setzt das neue öffentlich
geförderte Forschungsprojekt »DiVaBatt – Digitales Value Chain Resource
Planning« für die zirkuläre Batteriezellproduktion an, das am 1. Februar
2026 gestartet ist.

Ziel des Verbundvorhabens ist es, durch digitale und KI-gestützte Lösungen
Transparenz in der Batterie-Wertschöpfungskette zu schaffen und so eine
nachhaltige, wirtschaftliche und regulatorisch konforme Batterie-
Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen. Den Auftakt des Projekts bildete ein
gemeinsames Kick-off-Treffen der Projektpartner am 3. und 4. Februar 2026
in Hamburg.

Das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST übernimmt
im Projekt »DiVaBatt« eine zentrale Rolle bei der Entwicklung KI-
gestützter Lebenszyklusanalysen (LCA) für betriebliche
Entscheidungsprozesse entlang der Batteriewertschöpfungskette. Ziel ist
es, ökologische Bewertungen automatisiert und zeitnah für Produktions- und
Recyclingentscheidungen nutzbar zu machen.

Hierzu entwickelt das Fraunhofer IST standardkonforme, KI-gestützte
Ansätze zur (teil-) automatisierten Ökobilanzierung, die Umweltwirkungen
von Batterien und Recyclingprozessen konsistent quantifizieren und
vergleichen. Ergänzend entsteht eine skalierbare Wissensinfrastruktur mit
Schulungs- und Transferangeboten, die insbesondere kleine und mittlere
Unternehmen bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen wie etwa der
EU-Batterieverordnung unterstützt.

Digitale Transparenz für den gesamten Batterie-Lebenszyklus

Das Gesamtziel von »DiVaBatt« ist es, eine Plattform zu schaffen, die
Transparenz in der Batteriekreislaufwirtschaft mit wirtschaftlicher
Steuerung und Nachhaltigkeitsbewertung verbindet. Durch die Verknüpfung
von Hersteller-, Sammlungs- und Recyclingdaten, Materialinformationen und
Unternehmens-IT-Systemen werden Material- und Informationsflüsse
optimiert, die die effiziente Erfüllung des sogenannten Batterierecht-
Durchführungsgesetzes (BattDG) unterstützten und die Grundlage für den
künftig verpflichtenden digitalen Batteriepass schaffen. So können
wertvolle Rohstoffe gezielter zurückgewonnen, Recyclingprozesse
effizienter gesteuert und ökologische Potenziale besser ausgeschöpft
werden.

Neben dem Fraunhofer IST sind die GRS – Gemeinsames Rücknahmesystem
Servicegesellschaft mbH als Konsortialführer und die synalis GmbH & Co. KG
Partner im Verbund. Gemeinsam deckt das Konsortium alle relevanten
technologischen, ökologischen und regulatorischen Aspekte der
Batteriekreislaufwirtschaft ab.

Weitreichende Perspektiven für Industrie und Klima

Mit seiner Laufzeit bis Januar 2029 leistet »DiVaBatt« einen wichtigen
Beitrag zur digitalen Transformation der Kreislaufwirtschaft in
Deutschland. Die im Projekt entwickelten modularen und skalierbaren
Lösungen sind über den Batteriebereich hinaus auf weitere Branchen der
Circular Economy übertragbar. Damit stärkt das Vorhaben nicht nur die
Innovationskraft von Industrie und Mittelstand, sondern unterstützt auch
nationale und europäische Klimaziele durch höhere Ressourceneffizienz und
reduzierte CO₂-Emissionen.