Zum Hauptinhalt springen

Die Zukunft unserer Ernährung: Nahrungsmittelproduktion und Nahrungsmittelqualität

Pin It

Expertenwissen für eine Ernährungswende in Deutschland

Prof. Dr.-Ing. Andreas Seidel-Morgenstern, Emeritiertes Wissenschaftliches
Mitglied des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer
Systeme Magdeburg (MPI), hat in der interdisziplinären Arbeitsgruppe
„Ernährung, Gesundheit, Prävention“ Berlin-Brandenburgischen Akademie der
Wissenschaften (BBAW) mitgewirkt und seine Expertise zum Thema
ressourcenschonende Agrochemie eingebracht.

Die Expertenempfehlungen sind
jetzt in den zwei Bänden „Die Zukunft unserer Ernährung:
Nahrungsmittelproduktion und Nahrungsmittelqualität“ erschienen.

Deutschland steht vor großen ernährungspolitischen Herausforderungen: Zwar
gibt es einen positiven Trend hin zu gesunder und nachhaltiger Ernährung,
gleichzeitig bedrohen aber Klimawandel und internationale Konflikte unsere
natürlichen Ressourcen und gefährden die globale Ernährungssicherung. Die
Interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Ernährung, Gesundheit, Prävention“ der
Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften hat sich in einem
dreijährigen Projekt mit den Themenbereichen „Ernährung und Gesundheit“
sowie „Nahrungsmittelproduktion und Nahrungsmittelqualität“ befasst und
Handlungsfelder identifiziert, die insbesondere in Deutschland im Zentrum
einer längst überfälligen Ernährungswende stehen sollten.

Die Autorinnen und Autoren geben in zwei „Denkanstößen aus der Akademie“
(Die Zukunft unserer Ernährung: Ernährung und Gesundheit 18/2025 und Die
Zukunft unserer Ernährung: Nahrungsmittelproduktion und
Nahrungsmittelqualität 19/2025) fächerübergreifend wissenschaftlich
fundierte Empfehlungen, wie eine Ernährungswende hin zu einer gesunden und
nachhaltigen Ernährung wirkungsvoll vorangetrieben werden kann. Hierzu
zählen beispielsweise die Stärkung von Forschung und Innovation im Agrar-
und Ernährungsbereich, transparente und vertrauenswürdige Aufklärung der
Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Bereitstellung
gesundheitsorientierter und erschwinglicher Verpflegungsangebote.

Aufbauend auf seinen am MPI durchgeführten langjährigen Forschungsarbeiten
bewertete Prof. Seidel-Morgenstern in der Arbeitsgruppe Möglichkeiten für
eine ressourcenschonende Agrochemie durch eine optimierte Bereitstellung
von Präzisionswirkstoffen für den Pflanzenschutz - insbesondere für die
Verbesserung chemischer Synthesemethoden und Trennverfahren.

Die Forschung des Max-Planck-Instituts in Magdeburg unterstützt die UN-
Nachhaltigkeitsziele, die sich auf Maßnahmen zum Klimaschutz, bezahlbare
und saubere Energie, verantwortungsvolle Produktion, Innovationen in der
Industrie sowie gesundes Leben und Wohlbefinden beziehen.

Das Institut sieht die vordringlichsten Aufgaben seiner
Grundlagenforschung in der Entwicklung nachhaltiger
Produktionstechnologien, in der Identifizierung grundlegend neuer
Verfahrenskonzepte, in der Beherrschung technischer Prozesse und Systeme
zunehmender Komplexität. Mit der Grundlagenforschung sollen innovative
Werkzeuge geschaffen werden, die die Produktion in wichtigen Bereichen wie
der biotechnologischen Herstellung von Impfstoffen und Medikamenten, der
Produktion von Chemikalien, Kunststoffen und Nahrungsmitteln schneller,
sicherer und umweltfreundlicher machen.

Der Verfahrenstechniker Prof. Dr.-Ing. Andreas Seidel-Morgenstern wurde im
November 2010 als Mitglied in die Berlin-Brandenburgische Akademie der
Wissenschaften (BBAW) aufgenommen.

In der Reihe „Denkanstöße“ veröffentlicht die Berlin-Brandenburgische
Akademie der Wissenschaften Beiträge zu aktuellen forschungspolitischen
und wissenschaftlichen Themen. Die beiden jüngsten Ausgaben widmen sich
dem Thema „Die Zukunft unserer Ernährung“.