Vortrag »Leben, Kampf und Tod im Ghetto Warschau« - Finissage der Ausstellung im Dubnow-Institut am 26. Februar
Am Donnerstag, 26. Februar 2026, endet die Ausstellung »Der bestimmende
Blick. Bilder jüdischen Lebens im Nachkriegspolen« im Dubnow-Institut. Die
Ausstellung kann an diesem Tag ab 16 Uhr selbstständig besichtigt werden;
um 17 Uhr schließt sich der Vortrag »Leben, Kampf und Tod im Ghetto
Warschau« an. Referentin ist mit Julia Roos eine der Kuratorinnen der
Ausstellung.
Die aktuelle Ausstellung entstand gemeinsam mit dem Jüdischen Historischen
Institut Emanuel Ringelblum in Warschau, das eine der bedeutendsten
Sammlungen zur polnisch-jüdischen Geschichte bewahrt. Der Vortrag wiederum
beleuchtet eine andere Ausstellung, die 1963 aus den Warschauer Beständen
entstand: zum Leben, Kampf und Tod im Warschauer Ghetto. Die Jüdische
Gemeinde in West-Berlin organisierte die Wanderschaft dieser Dokumentation
durch die Bundesrepublik. Die Ausstellung stellte eine ungewöhnliche
Kooperation über den Eisernen Vorhang hinweg dar. Zudem ist es
bemerkenswert, dass sich die Jüdische Gemeinde zu Berlin aktiv an der
Erinnerungsarbeit im Land der Täter beteiligt, während die jüdischen
Gemeinden in Westdeutschland zu dieser Zeit weitgehend isoliert vom Rest
der Gesellschaft lebten. Die Ausstellung wurde jedoch der
Voreingenommenheit und polnischen Propaganda bezichtigt und nur an wenigen
Orten gezeigt.
Die aktuelle Ausstellung im Dubnow-Institut zeigt anhand von 145
historischen Fotografien die Ambivalenzen jüdischen Lebens in Polen
unmittelbar nach dem Holocaust: zwischen Selbstbestimmung und Gewalt,
Trauer und Neuanfang, Wiederaufbau und Emigration. Dabei fragt die
Ausstellung auch nach der Entstehung, den Leerstellen, der Wirkung und
Überlieferung von Fotografien. Bis Ende Februar kann die Ausstellung noch
im Rahmen von öffentlichen wie gebuchten Führungen besichtigt werden.
Öffentliche Ausstellungsführungen im Überblick
Donnerstag, 19. Februar 2026, 18 Uhr;
Freitag, 20. Februar 2026, 16 Uhr sowie
Montag, 23. Februar 2026, 15 Uhr
