Glauben – Meinen – Wissen: Fake News am Beispiel des Klimawandels
Wie unterscheiden wir zwischen Glauben, Meinung und Wissen? Welche Rolle
spielen Fake News in gesellschaftlichen Debatten – insbesondere beim
Klimawandel? Und wie lassen sich Desinformationen erkennen und einordnen?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich die partizipative
Bildungsveranstaltung „Glauben – Meinen – Wissen. Fake News am Beispiel
des Klimawandels“ für Schüler*innen ab der Jahrgangsstufe 8 am 12. Februar
2026 in Frankfurt am Main.
Die zunehmende Verbreitung von Desinformation stellt Schulen und
Bildungseinrichtungen vor große Herausforderungen. Die Förderung von
Medienkompetenz ist deshalb zu einer zentralen Bildungsaufgabe geworden.
Vor diesem Hintergrund haben Umweltlernen Frankfurt, das Museum für
Kommunikation Frankfurt und das Institut für sozial-ökologische Forschung
(ISOE) erstmals eine gemeinsame Veranstaltung konzipiert, die
Schüler*innen und Expert*innen aus Medien, Vermittlung und Wissenschaft in
einen direkten Austausch bringt.
Im Rahmen des „Come together“ setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit
dem Themenfeld Fake News am Beispiel des Klimawandels auseinander. Das
Interesse an der Veranstaltung war sehr groß: Aus zahlreichen Bewerbungen
wurden fünf Frankfurter Schulen zur Teilnahme ausgewählt. Über 100
Schüler*innen nahmen schließlich an dem ganztägigen Programm im Museum für
Kommunikation Frankfurt am Main teil.
Der Auftakt erfolgte in Form eines lebendigen Speed-Datings, bei dem die
Jugendlichen die Expert*innen aus verschiedenen Fachrichtungen
kennenlernen konnten. Anschließend vertieften sie ihr Wissen in
thematischen Sessions zu Zeitungsjournalismus, Fotojournalismus, Social
Media, Künstlicher Intelligenz, Fake News, Pseudowissenschaft und
Wissenschaftskommunikation. Dabei erhielten die Teilnehmenden praxisnahe
Einblicke in den Umgang mit Desinformation sowie in die Rolle sozialer
Medien im Strukturwandel der Informationsbildung unserer Gesellschaft.
In einer Welt voller Fake News: Gesichertes Wissen als Überlebensstrategie
Im Workshop „Fakten und die Rolle von Wissenschaft“ machte Nicola Schuldt-
Baumgart, Leiterin Wissenskommunikation und Wissenstransfer am ISOE
deutlich, warum Fakten keine Meinung sondern überprüfbare, wahre
Sachverhalte oder Ereignisse sind: “Fakten bilden das Fundament, auf dem
Wissen aufgebaut wird."
Die Kommunikationsexpertin legte in ihrem Workshop den Fokus auf
wissenschaftliches Wissen: „Wissenschaft sagt dir nicht, was du glauben
sollst, sondern gibt dir das Werkzeug an die Hand, um selbst
herauszufinden, was wahr ist.“ Nicola Schuldt-Baumgart betonte die
Bedeutung der Fähigkeit, Glauben, Meinung und Wissen voneinander
unterscheiden zu können. „In einer Welt voller Fake News ist gesichertes
Wissen kein Luxus, sondern unsere Überlebensstrategie, besonders wenn es
um unser Klima geht.“
Am Nachmittag präsentierten die Schüler*innen die Ergebnisse ihrer Arbeit
social-media-gerecht unter dem Hashtag #glauben.meinen.wissen in einer
gemeinsamen Abschlussrunde. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie
wichtig der direkte Dialog zwischen jungen Menschen und Fachleuten ist, um
kritisches Denken zu fördern und den kompetenten Umgang mit Informationen
in einer zunehmend digitalisierten Öffentlichkeit zu stärken. Weitere
Formate für eine am Lebensraum der Jugendlichen orientierte
Demokratiebildung werden aus dieser Kooperation entstehen.
Über das ISOE
Das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) gehört zu den
führenden unabhängigen Instituten der Nachhaltigkeitsforschung. Es
entwickelt wissenschaftliche Grundlagen und zukunftsweisende Konzepte für
sozial-ökologische Transformationen. Hierfür forscht das ISOE
transdisziplinär zu globalen Problemen wie Wasserknappheit, Klimawandel,
Biodiversitätsverlust und Landdegradation und findet tragfähige Lösungen,
die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Bedingungen
berücksichtigen.
