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Heumarkt 1926 – Kölns vergessener Hochhauswettbewerb

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Die Ausstellung der Fakultät für Architektur der TH Köln, von Prof. Dr.
Daniel Lohmann und Studierenden der Mastervertiefung Denkmalpflege, zeigt
in Glasmoog an der Kunsthochschule für Medien Köln einen gemeinsamen Blick
auf ein Köln, das es so nie gab.



Eröffnung: Dienstag, 3. Februar 2026, 19 Uhr, Glasmoog, Heumarkt 14, 50667
Köln
Die Studierenden und Professor Dr. Daniel Lohmann sind vor der Eröffnung
ab 18 Uhr vor Ort
Ausstellungsdauer bis 14. März 2026, Mittwoch bis Samstag, 14–19 Uhr.
Feiertags geschlossen.
Eintritt frei

Köln, 1926: Am Hansaring stand ein nagelneuer Wolkenkratzer des
Architekten Jakob Koerfer, der lange das höchste Hochhaus Europas war. Im
gleichen Jahr stellte ein heute nahezu vergessener Architekturwettbewerb
Fragen, die bis in die Gegenwart reichen: Wie hoch sollte eine Stadt
bauen? Wie modern soll sie sein – und wem gehört das Stadtbild?

Über 400 Architekten und zwei Architektinnen reichten Entwürfe für den
Heumarkt und den Brückenkopf der Deutzer Brücke ein. Viele davon waren
geprägt von zeittypisch ambitionierten Hochhauskonzepten, inspiriert vom
amerikanischen Wolkenkratzer. Auch trafen visionäre Zukunftsentwürfe auf
konservative, traditionsbewusste Ansätze. Aufgabe und Beiträge des
Heumarkt-Wettbewerbs spiegeln eindrucksvoll die Architekturproduktion der
1920er Jahre wider. Keines der Projekte wurde realisiert. Doch der
Wettbewerb löste heftige Kontroversen aus und wurde in der Fachpresse als
„Kölner Hochhaus-Carneval“ bezeichnet. Der Ort selbst ist bis heute
städtebaulich ungelöst. Umso aufschlussreicher ist – einhundert Jahre
später – ein neuer Blick auf diesen ambitionierten, letztlich
gescheiterten Versuch, Köln neu zu denken.

Master-Studierende der Architektur-Vertiefung Denkmalpflege der TH Köln
erforschen eine Auswahl der damaligen Entwürfe. Sie fragen, was der
Wettbewerb heute über Stadtentwicklung, Architektur und urbane Identität
in Köln erzählen kann. Ein Zehntel der damals eingereichten Projekte wurde
neu beschrieben und in 3D gedruckt, und vermittelt einen nie gesehenen
Eindruck der damaligen Ideenfülle. Interaktive Elemente laden
Besucher*innen jeden Alters ein, mitzumachen: Sie können in der Rolle von
Jurymitgliedern Entwürfe bewerten, oder als Architekt*innen Stadträume neu
denken und eigene Hochhausideen erproben.

Originalpublikation:
https://www.khm.de/termine/news.6109.heumarkt-1926-koelns-vergessener-
hochhauswettbewerb/