Besuchererfolg 2025 und Ausblick auf tierische Abenteuer im neuen Jahr
Im vergangenen Jahr konnte das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) /
Leibniz-Institut für Maritime Geschichte in Bremerhaven erneut eine
Steigerung der Besucherzahlen verzeichnen. Die Geburtstagsaktion, die
Kindern und Jugendlichen ganzjährig freien Eintritt gewährte, sowie die
neuen Sonderausstellungen stießen auf großes Interesse.
Insgesamt besuchten 63.015 Gäste im vergangenen Jahr das DSM und die
Museumsschiffe – ein Zuwachs von mehr als 16 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr, in dem das DSM 52.617 Gäste begrüßen durfte. Diese Entwicklung
zeigt, wie erfolgreich die Geburtstagsaktionen waren: Alle Kinder und
Jugendlichen bis einschließlich 18 Jahre erhielten freien Eintritt. Zudem
konnten auch Erwachsene die DSM-Schiffe im Museumshafen kostenfrei
besuchen. Darüber hinaus wurden die drei Sonderausstellungen mit
relevanten Themen sehr gut angenommen. Dazu zählten „Land gewinnen – Die
Deutsche Atlantische Expedition von 1925 bis 1927“ anlässlich des 100.
Jahrestages der METEOR-Expedition, die Wanderausstellung „Still stehen –
Seeleute und Geflüchtete in der Pandemie“ zur Situation von Seeleuten und
Geflüchteten während der Corona-Pandemie sowie die Ausstellung „Große
Geschichten – Kleine Schiffe“, für die mehr als 1.200 Personen eine Mini-
Flotte aus fünf Schiffsmodellen auswählten.
Die meisten Gäste kamen in diesem Jahr aus Niedersachsen. Das Bundesland
löste damit den langjährigen Spitzenreiter Nordrhein-Westfalen ab.
International wächst die Bekanntheit und Popularität des Hauses: 2025
fanden Besucherinnen und Besucher aus 50 Ländern den Weg ins Haus. Die
Mehrheit reiste aus den Niederlanden an, die weiteste Anreise hatten Gäste
aus Neuseeland, Südafrika und Malaysia. Der 50.000. Besucher wurde im
Oktober begrüßt. Er kam aus Großbritannien und war auf der Suche nach
seinen familiären Wurzeln – seine Vorfahren waren einst von Deutschland
nach Brasilien ausgewandert.
Aufgrund der positiven Resonanz auf den freien Eintritt für die junge
Generation behält das DSM dieses Angebot auch in diesem Jahr bei. „Wir
haben uns sehr gefreut, dass Kinder und Jugendliche den freien Eintritt
ins Museum so intensiv genutzt haben. Wir möchten weiterhin noch mehr
junge Menschen ins Haus holen und zugleich ein Signal in die Stadt
Bremerhaven senden: Das DSM mit seiner maritimen Kultur ist ein wichtiger
Bildungsanker, der jedem Kind und allen Teenagern frei zugänglich sein
soll“, sagt Prof. Dr. Ruth Schilling, Direktorin des DSM. Um die
Zielgruppe der 16- bis 25-Jährigen direkter anzusprechen, warb das Museum
im vergangenen Jahr zudem verstärkt mit Social Media-Kampagnen.
Ausblick auf 2026: Tierische Odyssee
Am 2. Juli 2026 eröffnet die neue Sonderausstellung „Tiere an Bord –
Wissen, Ware, Wunder“. Sie erzählt die Geschichten bekannter Hunde,
Katzen, Pinguine und Affen, die als Maskottchen Berühmtheit erlangten und
unsterblich wurden, und blinden Passagieren wie Schiffsbohrmuscheln und
Schwarzen Witwen, die für Schreckmomente sorgten. Übergreifend steht die
Frage im Mittelpunkt, wie tierische Spezies mithilfe von Schiffen reisten
und bis heute verbreitet werden. In den Monaten nach der Eröffnung folgt
ein umfangreiches Programm für Familien und deren Vierbeiner.
Anknüpfend an die Reihe „Lange Nacht“, die bereits zweimal in Folge den
Saisonabschluss bildete, lädt das Museum am 14. November ab 18 Uhr zur
„Tierisch Langen Nacht“ ein, bei der neben Wissenschaftstalks zur
Artenvielfalt auch eine Late Night Show-Einlage von Instant Impro auf dem
Programm steht. Die Begrüßung und Einführung übernimmt Prof. Dr. Bernhard
Misof vom Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels. Schon
jetzt können sich Interessierte für die Veranstaltung anmelden unter
Derzeitiges Ausstellungsprogramm:
„Still stehen“: Bis 1. März 2026
„Land gewinnen“: Bis 3. Mai 2026
„Große Geschichten – Kleine Schiffe“: Bis 6. September 2026
Öffnungszeiten: mittwochs bis sonntags 10 bis 18 Uhr, DSM-Schiffe öffnen
wieder am 15. März 2026. In den Winterferien auch am Dienstag, 3. Februar,
geöffnet. Weitere Infos: www.dsm.museum
