Datenschatz zur Erforschung des Alterns jetzt öffentlich zugänglich
Die Daten der Berliner Altersstudie (BASE) stehen ab sofort über das
Forschungsdatenzentrum des Leibniz-Instituts für Psychologie (ZPID) für
Forschende weltweit bereit. Damit öffnet sich einer der umfangreichsten
Datensätze zur Alternsforschung für neue wissenschaftliche Analysen.
BASE wurde vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, der Freien
Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation
mit medizinischen, psychologischen, psychiatrischen und
sozialwissenschaftlichen Partnern durchgeführt. Zwischen 1990 und 1993
wurden 516 Berlinerinnen und Berliner im Alter von 70 bis über 100 Jahren
intensiv untersucht. Bis 2019 führten die Forschenden wiederholte
Nachuntersuchungen durch.
Der Datensatz umfasst bis zu 10.000 Variablen pro Person und liefert
Informationen zu Gesundheit, Lebenszufriedenheit, sozialen Netzwerken und
ökonomischer Lage. Seit den 1990er Jahren entstanden auf Basis von BASE
über 500 wissenschaftliche Publikationen, außerdem flossen die Daten in
Projekte wie die Berliner Altersstudie II (BASE-II) und das EU-Konsortium
Lifebrain ein.
Durch die Aufbereitung und Integration in das Forschungsdatenzentrum des
ZPID werden die BASE-Daten nun standardisiert und dokumentiert
bereitgestellt und ermöglichen neue Analysemöglichkeiten.
„Die Berliner Altersstudie ist ein äußerst wertvoller Beitrag zur
Erforschung des Alterns“, sagt Ulman Lindenberger, Direktor des
Forschungsbereichs Entwicklungspsychologie am Max-Planck-Institut für
Bildungsforschung. „Bisher wurde nur ein Teil dieses Materials
wissenschaftlich ausgewertet. Viele weitere Fragen können mit diesen Daten
noch beantwortet werden.“
