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Was unterscheidet einen Anwalt für Einwanderungsfragen von einem Allgemeinanwalt?

Anwalt  Symbolboild
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Bei der Lösung rechtlicher Fragen in Deutschland stehen viele Ausländer vor der Wahl: Soll man sich an einen Fachanwalt mit breitem Profil oder an einen Anwalt für Einwanderungsrecht wenden? Obwohl beide lizenzierte Juristen sind, gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen ihnen, der sich direkt auf den Ausgang des Falles auswirkt.

Spezialisierung und Fachwissen

Ein Anwalt für Einwanderungsfragen ist ausschließlich oder überwiegend auf Migrationsrecht (Ausländerrecht, Migrationsrecht) spezialisiert. Er befasst sich täglich mit Visa, Aufenthaltsgenehmigungen, Daueraufenthaltsgenehmigungen, Staatsbürgerschaft, Abschiebungsverfahren und Ablehnungen. Ein solcher Anwalt kennt sich nicht nur mit den Gesetzen, sondern auch mit der Verwaltungspraxis, den Anforderungen der jeweiligen Ausländerbehörde und der Rechtsprechung bestens aus.

Ein Anwalt mit breitem Profil hingegen arbeitet in verschiedenen Rechtsgebieten: Zivil-, Familien-, Arbeits- und Vertragsrecht. Seine Kenntnisse im Bereich Migration sind in der Regel oberflächlich und berücksichtigen nicht die häufigen Änderungen der Gesetzgebung und der internen Anweisungen der Behörden.

Praktische Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Migrationsbehörden

Ein Einwanderungsanwalt arbeitet regelmäßig mit der Ausländerbehörde, dem BAMF, Konsulaten und Verwaltungsgerichten zusammen. Er weiß, welche Argumente wirklich funktionieren, welche Dokumente entscheidend sind und welche zweitrangig.

Ein Generalist mag zwar die gesetzlichen Vorschriften kennen, verfügt jedoch nicht über praktische Erfahrung im Umgang mit Migrationsbehörden, was häufig zu Verzögerungen oder Ablehnungen führt.

Recht auf Begleitung bei komplexen Verfahren

In Fällen von Ablehnung eines Aufenthaltsantrags, Abschiebung, Aufhebung des Status oder Einreichung einer Klage vor dem Verwaltungsgericht ist die Hinzuziehung eines Fachanwalts besonders wichtig. Er ist in der Lage, eine Verteidigungsstrategie zu entwickeln, Einsprüche (Widerspruch) und Klagen unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Migrationsrechts vorzubereiten.

Ein Anwalt ohne Spezialisierung beschränkt sich häufig auf allgemeine Beratungen und ist nicht immer bereit, die prozessuale Verantwortung zu übernehmen.

Für wen ist der Unterschied wichtig

Wenn es um Einwanderung, die Wahl des Aufenthaltsgrundes, die Verlängerung des Status oder den Schutz vor Ausweisung geht, sollte man einem Anwalt für Einwanderungsfragen den Vorzug geben. Dies verringert Risiken, spart Zeit und erhöht die Chancen auf ein positives Ergebnis.