Klug entschieden und achtsam gehandelt – DIVI25 war mit mehr als 7.500 Teilnehmenden ein voller Erfolg
Die Zahlen allein sprechen für sich: Mit mehr als 7.500 Teilnehmerinnen
und Teilnehmern fanden noch einmal rund 500 Interessierte mehr als im
vergangenen Jahr – bzw. rund 2.000 Teilnehmende mehr als nach dem ersten
Vor-Ort-Kongress nach der Pandemie – zum DIVI25, dem Jahreskongress der
Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
(DIVI).
500 Präsentationen in 185 Sitzungen, 250 Poster sowie 97 Workshops
unter dem Motto „Klug entscheiden. Achtsam handeln.“ stießen in drei Tagen
im Hamburger CCH auf reges Interesse. Das Entscheidende aber: Die
Stimmung!
„Diese mega Stimmung hier, und es gibt kein besseres Wort dafür, die
prägt“, waren sich die beiden Kongresspräsidenten Bernhard Gliwitzky und
Prof. Christian Waydhas absolut einig.
So war es auch das konsequent gemeinsame Auftreten des Notfallsanitäters
und des Intensivmediziners, das den Charakter des interdisziplinären und
multiprofessionellen Kongresses betonte, wie auch sichtbar vor Augen
führte: Hier arbeiteten zwei Hand in Hand, im Team, auf Augenhöhe. Zwei,
die sich zur Begrüßung auf der Bühne umarmten. Zwei, die – getrennt
voneinander befragt – meist exakt dieselbe Antwort auf eine Frage
lieferten. „Wir hatten einfach von Anfang an eine sehr ähnliche Idee, was
hier passieren soll“, sagt Bernhard Gliwitzky. „Und das wurde sehr gut
wahrgenommen, wie auch von vielen zurückgespiegelt“, ergänzt Prof.
Christian Waydhas, Intensivmediziner und Chirurg im Leitungsteam des
Universitätsklinikums Essen. „Wir haben durchweg nur positive
Rückmeldungen von allen Disziplinen und Professionen hier vor Ort
bekommen. Und diese gute Stimmung schwingt überall mit.“
Die Welle der Begeisterung setze sich auch nach dem Kongress in den
Social-Media-Kanälen fort: Hier teilten zahlreiche Teilnehmende begeistert
ihre Fotos, dankten den Kongresspräsidenten, lobten Vortragende oder
machten auf wichtige Erkenntnisse und Learnings von vor Ort aufmerksam.
DIVI25 setzt Signal für Zusammenarbeit und Bedeutung kommender Reformen
So bleibt vom DIVI25 jetzt vor allem das Signal der guten Zusammenarbeit.
„Der Geist, den wir hier versucht haben vorzuleben, der darf jetzt vom
Kongress in die einzelnen Rettungswachen, Notaufnahmen und
Intensivstationen und alle anderen klinischen Bereiche getragen werden und
den Teamgeist nochmals kräftigen“, wünscht sich Christian Waydhas. Und
noch eines zeigt der Kongress auf: Wie wichtig und dringlich
Strukturreformen benötigt werden, um die Arbeitsbedingungen überall im
Rettungsdienst, der Notfallversorgung wie auch der Intensivmedizin zu
verbessern. „Es ist ja häufig nicht der Job, der die Kolleginnen und
Kollegen stresst, sondern es sind die Rahmenbedingungen“, weiß Bernhard
Gliwitzky. „Es waren so viele hochmotivierte Profis, die für ihr Fach und
ihre Profession brennen, unter einem Dach. Das können wir nur durch
Umstrukturierungsmaßnahmen weiter in den Alltag tragen und damit das Feuer
am Lodern halten.“
Der rote Faden war: Klug entscheiden. Achtsam handeln.
Nicht zu vergessen ist dabei noch der inhaltliche Aspekt des
Kongressmottos „Klug entscheiden. Achtsam handeln.“, der sich in vielen
Titeln von Vorträgen wiederfand und als tatsächlicher Leitfaden durch die
Kongresstage trug – angefangen mit einer Bürgerveranstaltung am Montag. Es
sei eine seiner wichtigsten Erkenntnisse der letzten Tage gewesen, so
Christian Waydhas: „Die Themen, die die Öffentlichkeit im Bürgerforum
gegenüber uns geäußert hat, sind die gleichen, die hier das Fachpublikum
beschäftigte. Es ist deshalb ungemein wichtig, dass wir uns alle der
achtsamen und klugen Möglichkeiten unserer Medizin gewahr werden und
wegkommen von der reinen medizinisch-pflegerischen Sachorientierung – für
unser aller Wohl.“ Man müsse nicht immer alles machen, was geht.
„Maximaltherapie ist am Lebensende vielfach weder gewünscht, noch
sinnvoll“, fasst Prof. Christian Waydhas deshalb zusammen. „Damit haben
wir ein Thema angesprochen, das nachhallt“, sagt auch Bernhard Gliwitzky.
Mit dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt.“ verspricht bereits heute der
DIVI26 im Dezember nächsten Jahres den Faden wieder aufzugreifen. Jetzt
aber dürfen die vielfachen Eindrücke und Erkenntnisse des DIVI25 erst
einmal ihre Wirkung entfalten.
