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Clausthaler Forschende mit humanoidem, kognitivem Roboter auf dem Goslarer Weihnachtsmarkt unterwegs

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CORE-Forschungsgruppe: Mit dem Roboter „Thorsten RO101“ startet die
Technische Universtiät Clausthal ein neues Labor für Kognitive Robotik.

An kognitiven, humanoiden Robotern wird die Zukunft von KI sichtbar:
Aktuell entsteht unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Bartelt an der
TU Clausthal ein neues Labor für Kognitive Robotik.

Darin werden Methoden
erforscht, die Robotern im Alltag Fähigkeiten verleihen, um aus ihrer
Umgebung sowie der Interaktion mit Menschen zu lernen und sich in
alltägliche Abläufe einzufügen. Kürzlich haben die Forscher dafür nicht-
menschlichen Zuwachs erhalten: den humanoiden Roboter „Thorsten (RO101)“.
Gemeinsam mit seiner Forschergruppe, den Studierenden des Studiengangs
Digital Technologies sowie europäischen Austauschstudierenden von der
Babeș Bolyai University in Klausenburg (Rumänien) verteilte Thorsten als
Nikolaus bereits Geschenke auf dem Goslarer Weihnachtsmarkt.

Prof. Bartelt vom Institut für Software and Systems Engineering (ISSE)
betont die Bedeutung dieser Entwicklung: „Mit unserer CORE-
Forschungsgruppe versuchen wir eine Brücke zwischen KI-Grundlagenforschung
und realen Anwendungen der Zukunft zu schlagen. RO101 soll künftig diese
spannenden Technologieentwicklung veranschaulichen: Schon auf dem
Weihnachtsmarkt hat er gezeigt, wie hoch entwickelt bereits die
verfügbaren Basistechnologien sind, auf denen wir in unserer Forschung
aufbauen. In naher Zukunft wird diese Kombination aus Künstlicher
Intelligenz und kognitiver Robotik hoffentlich dort eingesetzt werden, wo
Menschen entlastet werden können und zu einer wertvollen Ergänzung unseres
täglichen Lebens und Arbeitens werden.“ Der Name CORE steht dabei für die
englische Bezeichnung: „COgnitive SoftwaRE“. Erprobt werden die
Einsatzszenarien derzeit im Forschungsprojekt MediCar 4.0, das vom
Bundesforschungsministerium sowie dem Technologieprogramm IKT für
Elektromobilität gefördert wird. Ziel ist die Integration von
Servicerobotern in den Krankenhausalltag, um medizinisches Personal zu
entlasten und die Servicequalität zu erhöhen – etwa indem zukünftig der
Transport von Blutproben, Medikamenten oder weiteren Gütern durch autonome
Systeme in Krankenhäusern übernommen wird.

Von den Doktoranden der Forschungsgruppe wird diese Perspektive
bekräftigt. Projektkoordinator David Szilagyi erklärt: „Wir entwickeln
Methoden, die Robotern ein besseres Verständnis ihrer Umgebung ermöglichen
und sind hoch motiviert, diese Zukunftstechnologien in den kommenden
Jahren mitzugestalten.“ Mit dem Laboraufbau für RO101 und weiteren
Servicesrobotern gründete die Gruppe gemeinsam mit der Babeș Boylai
University Ende November die europäische Initiative „CORE Labs“, die sich
zu einer europäischen Plattform für kooperierende Forschergruppen für
Maschinelles Lernen und kognitive Robotik entwickeln soll.

Gemeinsam mit DigiTec-Studierenden und in Kooperation mit der Babeș Bolyai
University wurden bereits erste Experimente durchgeführt – unter anderem
auf dem Weihnachtsmarkt, wo der humanoide Roboter das Laufen auf unebenem
Untergrund und erste Interaktionen in der Öffentlichkeit erprobte. Auch
Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums Goslar begleiteten die
Forscher auf den Weihnachtsmarkt. Sie planen derzeit ihr Schnupperstudium
„DigiTec“ an der TU Clausthal.

Stärkung des TU-Profils in Digitalisierung und KI

Mit der neuen Professur und der Gründung der CORE-Forschungsgruppe stärkt
die TU Clausthal ihr Profil im Bereich der digitalen Transformation und
kognitiven Systeme. Dieser Forschungsschwerpunkt fügt sich ideal in die
strategische Ausrichtung der Universität auf Digitale Technologien und
Circular Economy ein. Das entstehende Labor wird ein zentrales
Kompetenzfeld für Robotik und Künstliche Intelligenz auf dem Campus bilden
und Studierende, Forschende sowie Industriepartner zusammenführen. Durch
die Einbindung auf europäischer Ebene stärkt es zudem die TU Clausthal als
einen internationalen Forschungsstandort.