Zum Hauptinhalt springen

Bundesliga: Traditionsklubs im freien Fall?

Bundesliga Symbolbild
Bundesliga Symbolbild
Pin It

Die reguläre Saison in der Bundesliga umfasst bekanntlich 34 Spieltage, und auch nach dem 25. davon gleicht der Blick auf die für Fußballromantiker einem wahren Albtraum. Taumeln doch viele der alteingesessenen Traditionsklubs, und das, während moderne, datengestützte Projektvereine die Liga nach Belieben dominieren. Möchten Sie bei dieser extremen Volatilität im Abstiegskampf Vorhersagen treffen, brauchen Sie starke Nerven, oder zumindest ein verlässliches Sicherheitsnetz.

Eine gute Nachricht ist, dass sich ein solches mit dem Winamax Bonus Code aufspannen lässt und das völlig ohne eine zeitliche Frist. Jedoch existiert für die kriselnden Schwergewichte des deutschen Fußballs ein derartiges Sicherheitsnetz auf dem Rasen nicht. Was wiederum heißt: Hier bedeutet jeder personelle oder taktische Fehltritt unweigerlich den direkten Weg in Richtung Zweitklassigkeit.

Die ungeschönte Realität im Tabellenkeller

Heuer ist die sportliche Machtverschiebung im deutschen Profifußball mehr denn je unübersehbar. Finanzstarke und technokratisch geführte Klubs wie RB Leipzig oder besonders die TSG Hoffenheim befinden sich derzeit in den Top 5. Und gleichzeitig drängen sich am unteren Ende der Tabelle nicht ausschließlich, aber doch mehrere ehemalige deutsche Meister.

  • Borussia Mönchengladbach: Ist zu seinem Leidwesen speziell wegen der Auswärtsschwäche ein typischer Kandidat im engen Tabellenpulk, in dem Kleinigkeiten entscheiden.

  • Werder Bremen: Gewann in den vergangenen Wochen gegen den 1. FC Heidenheim ebenso wie gegen Union Berlin. Und landet aber schnell in dieser Zone, wenn wie beim 0:2 gegen den 1. FSV Mainz 05 Ergebnisse fehlen.

  • 1. FC Köln: Die Geißböcke machen auch starken Gegnern das Leben relativ schwer, ließen aber auch in Heidenheim Punkte liegen.

  • Mainz 05: Zeigt sich unter Urs Fischer besser als im Herbst, ist aber nach wie vor anfällig bei schwachen Phasen.

  • FC St. Pauli: Überraschte zuletzt etwa mit dem 1:0 bei der TSG Hoffenheim und zwang Eintracht Frankfurt zu einer Nullnummer, agiert aber nicht konstant.

Wenn bei Krisenherden Panik den Plan ersetzt

Borussia Mönchengladbach gewann bis einschließlich der 25. Runde ausschließlich eines von neun Meisterschaftsspielen. So kam es, wie es kommen musste, und die Fohlen stürzten am 22. Februar nach einem beim SC Freiburg in den Abstiegssog. Cheftrainer Eugen Polanski wirkte anschließend zunehmend ratlos und sehnte sich nach einem rettenden, „dreckigen Sieg“. Dieser gelang dann auch mit dem 0:1 bei Union Berlin, ehe sie das jüngste Auswärtsspiel beim Spitzenreiter FC Bayern mit 1:4 verloren.

Beim 1. FC Köln stellte die Vereinsführung Cheftrainer Lukas Kwasniok nach 24 Punkten aus 25 Partien ein Ultimatum von drei Spielen. Aus diesen müssen die Geißböcke vier Punkte mitnehmen. Dazu kommt, dass sich in deren Fanforen der geballte Frust über Kwasnioks Rotationsprinzip entlädt. Doch in Wahrheit liegen die Wurzeln in den personellen und finanziellen Altlasten des ehemaligen Geschäftsführers Christian Keller.

Bei Werder Bremen herrscht hingegen etwas Aufatmen. Denn nach vier Punkten aus 13 sieglosen Bundesliga-Spielen in Folge und einer massiven Kritik der eigenen Anhängerschaft gelang Trainer Daniel Thioune das 2:0 im Kellerduell gegen den 1. FC Heidenheim. Den Schwung daraus nahmen die Grün-Weißen mit, und so gelang das 4:1 bei Union Berlin, das nun selbst in einer Krise steckt.

Lichtblicke und Drahtseilakte beim HSV und Schalke 04

Doch der Umgang mit einer enormen Erwartung kann auch konstruktiv verlaufen, was der Hamburger SV beweist. Und das liegt unter anderem an – angefangen bei jenem von Fábio Vieira vom FC Arsenal – intelligenten Leihgeschäften. Diese haben dem HSV jene analytische Ruhe, die man im Volkspark jahrelang schmerzlich vermisst hat, verliehen.

Und dann gibt es eine Etage tiefer Schalke 04, das wohl das faszinierendste Schauspiel des Jahres an den Tag legt. Die Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers treibt die stringente Konsolidierung der klammen Kassen voran, doch trotzdem investierten die Königsblauen in die Verpflichtung Edin Dzeko mit einem vollen Risiko All-In. Denn verpassen die Gelsenkirchener den fest eingeplanten Aufstieg, droht das mühsam errichtete finanzielle Kartenhaus erneut in sich zusammenzufallen.