Demokratie und die Freiheit der Forschung
Podiumsdiskussion mit Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und
weiteren Expert*innen. Das wissenschaftspolitische Forum „Wissen schafft
Resilienz“ an der Universität Konstanz stellt sich der Frage: Wie kann die
Freiheit der Wissenschaft vor antidemokratischer Einflussnahme geschützt
werden?
Die Freiheit von Wissenschaft und Forschung ist ein Grundpfeiler der
Demokratie – aber keine Selbstverständlichkeit. Weltweit nehmen
demokratiefeindliche Entwicklungen und auch Angriffe auf die Autonomie der
Wissenschaft zu. Wie können Hochschulen in Deutschland ihre Resilienz
gegen diese Einflussnahme stärken und die wissenschaftliche Freiheit
verteidigen? Was können Wirtschaft und Gesellschaft dazu beitragen und
welche Verantwortung trägt die Wissenschaftspolitik?
Diesen Fragen widmet sich ein wissenschaftspolitisches Forum an der
Universität Konstanz: In der öffentlichen Podiumsdiskussion „Wissen
schafft Resilienz“ am 19. Oktober 2026 ab 16 Uhr im Audimax der
Universität Konstanz (Raum A600) diskutieren Wissenschaftsministerin Petra
Olschowski und ausgewiesene Expert*innen über die Herausforderungen für
Wissenschaft und Gesellschaft.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des 60-jährigen Jubiläums der
Universität Konstanz unter dem Motto „MORE – Motion, Opportunities,
Resilience, Engagement“ statt. Um Anmeldung über die Webseite
www.60jahre.uni.kn/wissen-resi
„Wissenschaftsfreiheit ist kein Privileg. Und sie ist auch kein beliebiger
Paragraph in unserem Grundgesetz. Sie ist eine Voraussetzung für die
Resilienz und die Stärke unserer Demokratie. Das zeigt sich nicht nur in
der Geschichte, sondern aktuell auch in vielen Ländern weltweit. Unsere
freiheitliche Demokratie lebt davon, dass Regeln und Verhältnisse immer
wieder hinterfragt werden können und müssen; dass Widerspruch ebenso wie
Respekt und Toleranz Basis einer Debattenkultur sind; dass die Suche nach
neuen Erkenntnissen eine Stärke ist und Entscheidungen auf der Grundlage
von Evidenzen getroffen werden. Dafür brauchen wir eine unabhängige
Wissenschaft. Wer Wissenschaft politisch vereinnahmen, beschneiden,
verbieten oder ideologisch ausnutzen will, gefährdet nicht nur die
Wissenschaftsfreiheit, sondern auch die Basis unserer demokratischen
Gesellschaft. Deshalb müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass Wissenschaft
frei forschen, kritisch bleiben und ihre Erkenntnisse öffentlich vertreten
kann“, betont Petra Olschowski. Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung
und Kunst des Landes Baden-Württemberg hält die Keynote und diskutiert
anschließend mit Expert*innen aus Wissenschaftspolitik und Forschung.
Impulse geben Walter Rosenthal, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz,
und Johannes Grave, Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Die US-amerikanische Sozialwissenschaftlerin Eirliani Abdul Rahman, die
aufgrund der politischen Entwicklungen in den USA die Harvard University
verließ und heute an der Universität Mannheim forscht, berichtet über ihre
Erfahrungen mit politischen Repressionen gegenüber Hochschulen.
Anschließend diskutieren die Redner*innen gemeinsam mit Katharina
Holzinger, Rektorin der Universität Konstanz, Claudia Diehl, Co-Sprecherin
des Exzellenzclusters „The Politics of Inequality“, Uwe Schimank vom
Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik (Universität Bremen)
sowie dem Wirtschaftswissenschaftler Clemens Gabriel Schade. Moderiert
wird die offene Podiumsdiskussion von Dirk Leuffen, Prorektor für
Forschung, Forschungsinfrastrukturen und Transfer der Universität
Konstanz.
„Es ist wichtig, dass wir uns entschlossen für unsere Demokratie und die
Unabhängigkeit der Wissenschaft einsetzen. Wir müssen heute die Grundlagen
legen, um die Freiheit der Forschung von morgen sicherzustellen. Hierfür
ist es ganz entscheidend, dass Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und
Gesellschaft die Gefahren für unsere Demokratie diskutieren und bei den
Lösungen an einem Strang ziehen“, schließt Rektorin Katharina Holzinger.
Das wissenschaftspolitische Forum an der Universität Konstanz soll diese
fortlaufende Debatte anstoßen und den Dialog zwischen Wissenschaft,
Politik und Gesellschaft fördern.
Podiumsdiskussion „Wissen schafft Resilienz“
Datum: 19. Oktober 2026, ab 16 Uhr
Ort: Audimax der Universität Konstanz (Raum A600)
Keynote: Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und
Kunst des Landes Baden-Württemberg
Impulsvorträge:
• Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident der
Hochschulrektorenkonferenz
• Prof. Dr. Johannes Grave, Vizepräsident der Deutschen
Forschungsgemeinschaft
• Dr. Eirliani Abdul Rahman, Harvard University / Universität
Mannheim
Podiumsdiskussion:
• Petra Olschowski
• Prof. Dr. Katharina Holzinger, Rektorin der Universität Konstanz
• Prof. Dr. Walter Rosenthal
• Prof. Dr. Johannes Grave
• Dr. Eirliani Abdul Rahman
• Prof. Dr. Claudia Diehl, Sprecherin des Exzellenzclusters „The
Politics of Inequality“, Universität Konstanz
• Prof. Dr. Uwe Schimank, Forschungszentrum Ungleichheit und
Sozialpolitik (SOCIUM), Universität Bremen
• Clemens Gabriel Schade, Universität Konstanz
Moderation: Prof. Dr. Dirk Leuffen, Prorektor für Forschung,
Forschungsinfrastrukturen und Transfer, Universität Konstanz
Programm und Anmeldung: www.60jahre.uni.kn/wissen-resi
